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München: Leihen ohne Scherereien: Was bei Car-Sharing zu beachten ist

München : Leihen ohne Scherereien: Was bei Car-Sharing zu beachten ist

Mehr als 453.000 Autofahrer nutzen in Deutschland die stationsbasierten sowie die frei im Straßenraum verfügbaren Carsharing-Angebote, so der Bundesverband CarSharing (bcs). Tendenz: steigend. „Vor allem die stationsbasierten Carsharing-Angebote sind sehr beliebt. Sie verzeichnen seit Jahren ein hohes regelmäßiges Wachstum im zweistelligen Prozentbereich“, weiß Willi Loose, Geschäftsführer des bcs.

Damit das Leihen ohne Scherereien abläuft, sollte man sich allerdings einige Punkte merken, empfiehlt Eberhard Lang von TÜV Süd in München. „Sehr wichtig bei der Übernahme ist ein sorgfältiger Check des Fahrzeugs auf Schäden“, rät Lang.

In aller Regel forderten ihn auch die Nutzungsbedingungen. „Selbst kleine Dellen an einem Kotflügel oder lackiertem Stoßfänger können schnell tausend Euro Reparaturkosten verursachen“, schildert der Fachmann seine Erfahrungen und die meisten Verträge sähen dabei Selbstbeteiligungen von mehreren hundert Euro vor. Was zu tun ist, wenn das Auto nicht tipp topp dasteht, ist individuell geregelt.

Im Zweifelsfall empfiehlt es sich beim Unternehmen anzurufen. Besondere Aufmerksamkeit haben die Reifen verdient. „Sie sollten nicht weniger als vier Millimeter Profil haben und keine Beschädigungen aufweisen“, sagt Lang. Letzteres gelte speziell für die Seitenwände der Pneus.

Auch die Felgen sollte man gut in Augenschein nehmen, Bordsteintreffer hinterließen Spuren auf beiden: Reifen und Felgen. Bestehe der Verdacht, ein Reifen habe zu wenig Druck, müsse dies geprüft und nötigenfalls korrigiert werden. Die Werte stehen erfahrungsgemäß in der Betriebsanleitung und auf einem Aufkleber in der Tankklappe oder einer Türleibung.

Auch für einen Blick auf die Füllstände der Scheibenwaschanlage des Motoröls sollte Zeit sein. „Moderne Fahrzeuge haben heute Ölwechselintervalle von bis zu 60.000 Kilometer. Dazwischen kann der Stand aber auch schon vorher einmal absinken“, gibt Eberhard Lang zu bedenken. Eigentlich sollte jeder Autofahrer von Rechts wegen vor der Fahrt die Beleuchtung prüfen.

Also auch bei den Fahrzeugen des Carsharing. „Alle Scheinwerfer und Leuchten müssen einwandfrei funktionieren“, betont der TÜV-Fachmann und „bleibt eine rote oder gelbe Kontrolllampe im Cockpit nach dem Anlassen dauerhaft an, liegt ein Fehler vor, der dem Unternehmen gemeldet werden muss“. Wer einen Wagen noch nicht kenne, für den empfehle es sich auf jeden Fall, ein paar Runden auf gewohntem Terrain zu drehen, um sich mit Bremsen, Lenkung, Kurvenfahren und Schaltung vertraut zu machen.

(amv)