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Bensheim: Kurzvorstellung Suzuki Swift: abgespeckt und zugelegt

Bensheim : Kurzvorstellung Suzuki Swift: abgespeckt und zugelegt

Suzuki hat den Swift auf Diät gesetzt. In der neuen Generation wiegt der sportive Kleinwagen nur noch 840 Kilogramm - 120 Kilogramm weniger als bislang. Optisch hingegen wirkt der Fünftürer aufgrund der um 15 Millimeter flacher gehaltenen Karosserie, des in die Breite gezogenen und steiler stehenden Kühlergrills sowie der kürzeren Überhänge vorne und hinten wesentlich muskulöser als der Vorgänger.

Der wird im Mai abgelöst, ohne dass sich der Preis wesentlich verändern soll. Der liegt derzeit bei 14 590 Euro für den 1,2-Liter in der meistverkauften Ausstattung „Club“. Der Swift ist zwar zehn Millimeter kürzer geworden, der Radstand wurde aber um 20 Millimeter auf 2,45 Meter verlängert. Das schafft mehr Platz im Innenraum. So wächst das Volumen des Kofferraums um 25 auf nun 265 Liter und kann bei umgeklappten Lehnen der Rückbank bis auf maximal 947 Liter erweitert werden. Wie schon beim Vorgänger ergibt sich aber nach dem Vorklappen eine Stufe in Höhe der Sitzpolster. Und der Ladeboden liegt hinter der recht hohen Ladekante wie gehabt weit unten. Rückenfreundlich ist anders.

Fahrer und Beifahrer indessen reisen jetzt komfortabler. Die Designer haben die Sitzposition im Swift ein klein wenig abgesenkt, wodurch trotz der flacher gewordenen Karosserie vorn die Kopffreiheit gleich geblieben, hinten sogar um 23 Millimeter gewachsen ist. Zugelegt hat zudem die Schulterfreiheit vorn und hinten. Vor dem Fahrer liegt ein aufgeräumter Armaturenträger. Die Materialien vermitteln einen wertigen Eindruck.

Den größten Sprung hat die neue Generation des Swift aber fahrtechnisch gemacht. Die Gewichtsabnahme, vor allem zurückzuführen auf eine neue Plattform, erhöht Agilität und Dynamik. So haben die Motoren im wahrsten Sinne des Wortes leichtes Spiel, um den Wagen anzutreiben. Zur Wahl steht nach wie vor der 1,2-Liter-Vierzylinder (90 PS), den es mit Front- und Allradantrieb gibt. Die Kraftübertragung übernimmt in beiden Versionen ein gut abgestimmtes Fünfgang-Getriebe.

Neu im Angebot ist der 112 PS starke Einliter-Dreizylinder mit Turboaufladung, der etwa 3000 Euro mehr als die 1,2-Liter-Version kosten dürfte. Das Triebwerk hängt prächtig am Gas und reagiert spontan, wenn mehr Leistung abgerufen wird. Die dann höheren Drehzahlen lassen allerdings die Arbeitsgeräusche des ansonsten erfreulich leise laufenden Dreizylinders ansteigen. Unangenehm laut aber wird es selbst dann nicht.

Fahrwerk und Lenkung hinterlassen selbst bei hohem Tempo einen Eindruck ohne Fehl und Tadel. Federung und Dämpfung sind so straff ausgelegt, dass es bei zügiger Fahrt spurtreu um die Ecken geht. Die direkte Lenkung vermittelt dabei das Gefühl, den Wagen jederzeit sicher im Griff zu haben.

(amv)