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Brühl: Kurzvorstellung des Nissan Qashqai: Dezent weiterentwickelt

Brühl : Kurzvorstellung des Nissan Qashqai: Dezent weiterentwickelt

Vor dem Marktstart gab es jede Menge Zweifler und Bedenkenträger. Doch nach dem ganz tiefen Blick in die Glaskugel hatten die Entwickler des japanischen Herstellers Nissan die richtige Eingebung - und stellten den Qashqai auf die Räder. Der erste Crossover, eine Mischung aus Schräghecklimousine und SUV, rollte vor nunmehr zehn Jahren auf die Straße.

Inzwischen hat fast jeder Autohersteller ein solches Produkt im Angebot. Laut Nissan gibt es 23 Konkurrenten und Nachahmer in diesem Fahrzeugsegment. Der Qashqai aber beherrscht nach wie vor die Szenerie, ist das meistverkaufte Auto seiner Klasse in Europa. 2,3 Millionen Einheiten wurden seit der Premiere 2007 europaweit, 3,3 Millionen weltweit, verkauft. Alle 62 Sekunden rollt ein Qashqai im britischen Werk des Herstellers in Sunderland von einem der Bänder.

Seit 2015 läuft überdies die Produktion im russischen St. Petersburg, um die hohe Nachfrage in dem Land bedienen zu können. Damit die generell so groß bleibt, hat Nissan nun an einigen Stellschrauben gedreht. Bei dem großen Platzangebot für Passagiere und Gepäck bleibt es. Die frischer gezeichnete Frontpartie soll für eine schickere Optik sorgen. Im Innenraum werden neue Materialien eingesetzt. Das Lenkrad ist unten abgeflacht. Das Kombiinstrument lässt sich intuitiver bedienen.

Um den Komfort zu erhöhen, haben sich die Entwickler für geräuschabsorbierende Materialien und eine dickere Heckscheibe entschieden. Wenn die überarbeitete Version im Juli in den Handel kommt, werden auch zahlreiche Assistenzsysteme zur Wahl stehen. Von 2018 an rollt der Qashqai zudem auf Wunsch auch halbautonom im Stop-and-Go-Verkehr. Das heißt, der Wagen bleibt auf Abstand zum Vordermann, bremst und beschleunigt selbstständig und bleibt mit sanften Lenkimpulsen in der Spur. Das Pro-Pilot-System wird je nach Ausstattung des Fahrzeugs vermutlich zwischen 600 und 1000 Euro kosten.

Der Preis des Qashqai wird sich nach der Überarbeitung an dem des alten anlehnen. Basis ist derzeit der 1,2 Liter-Benziner für 19.990 Euro. Weiter im Programm bleiben auch die beiden Diesel, 1,5 Liter mit 110 PS (die beliebteste Variante) und 1,6 Liter mit 163 PS.