Maastricht: Klassikermesse in Maastricht widmet sich Kultmarke Ferrari

Maastricht : Klassikermesse in Maastricht widmet sich Kultmarke Ferrari

Das neue Jahr hat kaum begonnen, schon steht die Oldtimersaison in den Startlöchern. Liebhaber des rollenden Kulturguts freuen sich schon auf die erste international bedeutsame Klassikermesse des Jahres, die Interclassics in Maastricht, die traditionell in der zweiten Januarwoche stattfindet.

Zu der jetzigen, 24. Auflage der IC werden mehr als 30.000 Besucher auf dem MECC-Gelände erwartet, nachdem diese Zahl im letzten Jahr nur äußerst knapp verfehlt wurde. Der Trend zu klassischen Fahrzeugen ist nach wie vor ungebrochen und das schlägt sich auch im Messegeschehen nieder. So konnte sich auch die Schwestermesse Interclassics Brüssel bereits in der Szene etablieren.

Was macht den besonderen Reiz der Interclassics Maastricht aus? Zunächst ist es die gelungene Mischung von Handel, Privatanbietern und Markenclubs, aber auch von Fahrzeugen, Ersatzteilen und Automobilia jeglicher Art. Hinzu kommt, dass die Veranstalter auf die Qualität der Angebote achten.

Einst im Alltagsbild gegenwärtig

Das gilt insbesondere für die erlesenen Hochpreisklassiker, die oft zum ersten Mal in Maastricht — also noch vor anderen Messen — gezeigt werden. Doch kann der Besucher dort auch Autos wieder treffen, die einst im Alltagsbild allgegenwärtig waren und heute verschwunden sind: Etwa ein Fiat 128 Coupé, einen Ford Capri III oder einen Simca 1100. Dass sich das Publikum auf der IC wohl fühlt, mag auch daran liegen, dass die Veranstaltung kompakt ist und daher nicht mehrere Besuchstage eingeplant werden müssen. Auch die Versteigerung von Oldtimern durch das renommierte britische Auktionshaus Coys of Kensington sollte man sich nicht entgehen lassen. Man muss ja nicht gleich selbst mitbieten.

Besondere Erwähnung verdienen zweifellos die beiden Sonderschauen. Die erste gilt der italienischen Kultmarke Ferrari, die es nun bereits seit siebzig Jahren gibt und deren Renn- und Sportwagen Legenden sind. In Zusammenarbeit mit dem Ferrari Club Nederland wird die beeindruckende Historie der Marke mit dem sich aufbäumenden Pferdchen anhand von mehr als 20 Exponaten aus der Ära des Firmengründers Enzo Ferrari illustriert. So findet sich der frühe166 MM ebenso wie der berühmte, zum 40 jährigen Firmenjubiläum präsentierte F 40.

Und da wir in den Niederlanden sind, fehlt auch der Ferrari 500 Superfast Speziale des Prinzen Bernhard nicht. Der in dessen Lieblingsfarbe grünmetallic lackierte Traumsportwagen von 1965 mit einer Karosserie von Pininfarina wurde von dem berühmten Louwman Museum in Den Haag zur Verfügung gestellt. Und es gibt noch eine weitere, hoch aktuelle Sonderschau. Diese ist einem französischen Nobelfabrikat gewidmet, welches in letzter Zeit in der Oldtimerszene zunehmend Beachtung findet. Dazu Erik Panis, Geschäftsführer der IC: „Wir stimmen auch ein Loblied auf die außergewöhnliche französische Marke Facel Vega an. Dazu werden wir zehn einzigartige Exemplare präsentieren.“

Nur zehn Jahre lang gebaut

Die exklusiven, von Hand gefertigten Sportwagen wurden nur zehn Jahre lang gebaut. Wie andere Hersteller jener Zeit kombinierte auch Facel zunächst eine extravagante Karosserie mit bewährter amerikanischer Technik. So entstand der Facel Vega HK 500, der eine Spitzengeschwindigkeit von rund 240 km/h erreichte und lange Zeit der schnellste in Serie gebaute Viersitzer der Welt war. Die hochpreisigen Fahrzeuge von Facel Vega waren seinerzeit bei der Prominenz beliebt und der Schriftsteller Albert Camus starb als Beifahrer bei einem Unfall in einem Facel. Doch der Versuch, auch noch einen kleineren Luxussportwagen auf dem Markt zu etablieren, scheiterte und besiegelte das Schicksal der Firma. Und so erging es Facel Vega letztlich wie den anderen großen französischen Luxusmarken Delage oder Delahaye.

Die Interclassics im Maastrichter MECC, Forum 100, ist geöffnet von Donnerstag, 12. Januar, bis Sonntag, 15. Januar 2017. Donnerstag ist der Vorschautag von 12 bis 20 Uhr; die Öffnungszeiten sind Freitag von 10 bis 20 Uhr; Samstag/Sonntag von 9 bis 18 Uhr.Die Eintrittspreise am Vorschautag betragen 39,50 Euro (online 35 Euro); übrige Tage: 19,50 Euro .

(16,50 Euro)