Franfurt: Kia Picanto: Ein bisschen gewachsen

Franfurt : Kia Picanto: Ein bisschen gewachsen

Neues Gesicht, mehr Platz, umfangreichere Ausstattung und von Herbst an ein neuer Motor: Kias Einstiegsmodell Picanto hat in der inzwischen dritten Generation noch einmal an Attraktivität gewonnen. Und das zu einem Einstiegspreis, der mit 9990 Euro auf dem Niveau des Vorgängers liegt.

Der jetzt zwischen den eckiger gezeichneten Scheinwerfern durchgezogene Kühlergrill gibt dem Kleinwagen nicht nur eine optisch breitere, sondern auch markantere Frontpartie. Der bei unveränderter Außenlänge (3,60 Meter) um 15 Millimeter auf 2,40 Meter gewachsene Radstand lässt den Picanto zudem gestreckter als bisher erscheinen. Doch nicht nur das.

Dadurch gibt es innen eben auch ein bisschen mehr Platz. Das gilt für die Beinfreiheit vor der Rückbank, wobei es hier wie bei einem Wagen dieser Größenordnung nicht anders zu erwarten noch immer beengt zugeht, vor allem aber für den Kofferraum.

Der schluckt jetzt 255 Liter und damit satte 55 mehr als der Vorgänger. Zwar ist die Ladekante Bauart bedingt hoch. Doch da der Ladeboden auf zwei Ebenen eingelegt werden kann, gibt es innen kaum noch eine Stufe und die Ladefläche ist selbst bei umgeklappten Lehnen der hinteren Sitze so gut wie eben, wenn die oberen Schienen benutzt werden. Das Staufach darunter kann dann für Kleinkram genutzt werden. Der herausnehmbare Boden samt Gepäcknetzösen ist allerdings erst in der zweiten, noch umfangreicheren Ausstattungsstufe zu haben.

Zum Preis von 11.490 Euro gibt es hier zu Radio mit RDS-Funktion, USB- und Aux-Anschluss, Bordcomputer, Dämmerungssensor und Zentralverriegelung (alles Serie in der Basis) noch elektrisch bedienbare Fensterheber, höhenverstellbarer Fahrersitz, Klimaanlage, Multifunktionslenkrad und eine Fernbedienung für die Zentralverriegelung. Besonders interessant aber ist die Dream-Team-Edition (12 690 Euro), die unter anderem mit 14-Zoll-Alurädern, Freisprecheinrichtung, Sitzheizung vorn und beheizbarem Lederlenkrad ausgestattet ist.

Wertig wirkende Materialien im Innenraum, gut gepolsterte Sitze, ein agileres Handling, ein mit 9,4 Metern kleiner Wendekreis (bisher 9,6 Meter), eine stabilere Karosserie sowie sechs Airbags indessen sind bei allen Ausstattungslinien vorhanden.

Einstiegsmotörchen ist wie gehabt der Einliter (67 PS) und einem Fünfgang-Schaltgetriebe. Wer sich dafür entscheidet, der muss sich darauf einstellen, dass es vor allem beim Antritt, Überholen oder auch bergigen Passagen eher gemächlich voran geht. Da macht der 84 PS starke 1,2 Liter (ebenfalls Fünfgang-Getriebe) schon eine deutlich bessere Figur. Beide Maschinen halten sich bei den Arbeitsgeräuschen erfreulich zurück.

Mit diesen beiden Motor-Alternativen wird der Picanto ausschließlich als Viertürer angeboten, da die Zweitürer kaum gefragt waren. Wer sich noch bis zum Herbst geduldet, der kann auch den schon im Kia Rio eingesetzten Einliter-Dreizylinder mit 100 PS und Turboaufladung wählen. Der wird in etwa ab 16.000 Euro zu haben sein, da er nur in der sportlichen GT-Linie eingesetzt.

(amv)