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München: Kaltstart bei hartem Frost: Mit Scheinwerfern Batterie „aufwärmen”

München : Kaltstart bei hartem Frost: Mit Scheinwerfern Batterie „aufwärmen”

Nach längerer Standzeit bei starker Kälte braucht der Anlasser eines Autos viel Kraft, um den Motor durchzudrehen. „Das liegt vor allem daran, dass das Motoröl dann sehr zähflüssig ist und hemmend wirkt”, erklärt Vincenzo Lucà vom TÜV Süd. Dazu komme, dass sich bei einer tiefgekühlten Starterbatterie die Spannung verringert.

Klingt also der Anlasser beim Kaltstartversuch sehr gequält, kann ein Trick helfen, der zunächst absurd erscheint: „Schalten Sie zwei, drei Minuten vor dem Motorstart die Scheinwerfer ein”, rät Lucà. Eine intakte Batterie liefere dem Anlasser nach dieser Aufwärmphase mehr Startstrom. Ist der Akku defekt oder unzureichend geladen, bringe das allerdings nichts und wirke sogar kontraproduktiv.

Wie gut die Starterbatterie in Schuss ist, kann letztlich nur eine Werkstatt zuverlässig sagen, so Lucà. Die Fachleute beurteilen Alter und Kraft des Akkus und prüfen außerdem die Spannung und Stromstärke des Generators im Fahrzeug. Nach vier bis sechs Jahren müssten Autobesitzer damit rechnen, dass die Batterie kaputtgeht. Das variiere je nachdem, wie stark sie beansprucht wird.

Eine Belastung für den Akku seien zum Beispiel häufige Kurzstreckenfahrten oder viele Verbraucher mit Stand-by-Funktion, die auch Strom ziehen, wenn der Wagen geparkt ist - etwa Motorsteuerung, Wegfahrsperre oder eine GPS-Funktion.

(dpa)