München: ICE-Nummern von Angehörigen im Handy markieren

München: ICE-Nummern von Angehörigen im Handy markieren

Wenn jemand das Bewusstsein verloren hat - etwa als Folge eines Autounfalls - ist es wichtig, dass Polizei, Feuerwehr oder Ambulanzfahrer wissen, welche Angehörigen informiert werden sollen. Doch das ist für Rettungskräfte oftmals schwierig.

Sie können die entsprechenden Namen oder Telefonnummern nicht kennen oder erkennen. Nun haben aber die wohl meisten Menschen ein Mobiltelefon bei sich. Deshalb unterstützt der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München den einfachen Vorschlag verschiedener Rettungsorganisationen:

Jeder sollte in sein Handy-Adressbuch die Personen eingeben, die im Notfall zu kontaktieren sind, und zwar unter einem einheitlichen Begriff. Dazu empfiehlt der KS das international übliche „ICE“ (englisch = In Case of Emergency/in einem Notfall). „Sind mehrere Personen zu kontaktieren, speichert man sie als ICE1, ICE2, ICE3“, empfiehlt KS-Sprecher Thomas Achelis.

Manche Menschen haben die Nummern ihrer Angehörigen oder des Hausarztes zwar in einem Kalender, Notizbuch oder im Handy stehen. Unfallretter haben aber in der Regel nicht die Zeit, lange Telefonlisten zu durchforsten, wen sie anrufen sollen.

Das gilt besonders, wenn die bewusstlose Person nicht auch Halter des Fahrzeuges ist. Eine Suche unter „ICE“ geht schnell. Nach Ansicht des KS ist es einfach, leicht und kostet nichts, die zu benachrichtigenden Personen einheitlich abzuspeichern. „Im Notfall kann dies eine große Hilfe sein“, gibt Thomas Achelis zu bedenken.

(amv)