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Hausmittel zur Autopflege ? Tipps vom Profi

Tipps vom Profi : Hausmittel zur Autopflege?

Das Auto ist des Deutschen liebstes „Spielzeug“. Daher ist es vollkommen selbstverständlich, dass es gepflegt wird und einmal in der Woche, meist am Samstag, geputzt und gereinigt wird. Doch es muss nicht immer mit der Chemiekeule gearbeitet werden, auch Hausmittel zur Autopflege sind hervorragend einsetzbar und schonen zudem auch noch die Umwelt.

Mittlerweile haben sich jedoch auch die Hersteller auf den Markt eingestellt und bieten umweltschonende Reinigungsmittel an. Wer seinen Wagen auf Vordermann bringen möchte, sollte auf entsprechendes Zubehör zurückgreifen. Zur Autopflege gehört ebenfalls, die Pflege von schwer erreichbaren Stellen. Sie sollten Ihr Auto ebenfalls regelmäßig nach Schäden an sämtlichen KFZ Teilen untersuchen.

Die Vorreinigung ist das A und O

Die Vorreinigung des Wagens ist besonders wichtig und hier müssen zuerst ein paar grundlegende Dinge erledigt werden. Zuerst sollten alle Matten, Teppiche und Staubfänger aus dem Auto entfernt werden. Denn gerade diese enthalten den meisten Schmutz, der dann im Innenraum verteilt wird. Danach werden der gesamte Bodenbereich wie auch die Sitze gut abgesaugt.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf den Zwischenraum zwischen Sitzfläche und Rückenlehne gelegt werden, da sich in dieser Ritze tatsächlich der meiste Schmutz befindet. Doch auch die anderen Ritzen und Fugen sollten nicht vergessen werden.

Nach dem Saugen stellt man schnell fest, wo sich Flecken befinden oder wo man noch einmal gesondert und mit Spezialmitteln Hand anlegen muss. Wichtig hierbei ist vor allem, dass keine Reinigungsmittel mit Alkohol verwendet werden. Diese schaden nicht nur den Stoffen, sondern auch der Versiegelung der Felgen. Wird dann das Reinigungsmittel nicht richtig abgespült oder es wirkt zu lange ein, arbeitet die Säure weiter und die Felgen bekommen unschöne Flecken. Da der Deutsche aber ein Perfektionist ist, wird es nicht lange dauern, bis neue Felgen gekauft werden.

Backofenspray, Essig und Co - diese Tipps hat der Experte

Es gibt zahlreiche Tipps, um mit Hausmitteln das Auto zu reinigen. So wird beispielsweise erzählt, dass Zahnpasta bei Kratzern und Cola bei Flugrost helfen soll. Doch halten sie auch wirklich, was sie versprechen? Der Experte deckt die wahren Tipps und die Mythen auf.

Backofenspray für Felgen

Gerade im Internet kursiert schon seit langer Zeit der Mythos, dass Backofenspray bei der Felgenreinigung sehr effektiv sein. Doch dies ist mit Vorsicht zu genießen. Die Inhaltsstoffe des Backofensprays sind nicht gut für die Versiegelung und können diese zerstören. Da aber auch die Felge jedem Wetter ausgesetzt ist, kann diese schnell oxidieren und so zerstört werden. Zur Felgenreinigung ist ein spezielles Mittel aus dem Handel deutlich besser geeignet.

Üblen Gerüchen mit Kaffee zu Leibe rücken

Im Gegensatz zu Backofenspray für die Felgen ist Kaffee bei üblen Gerüchen kein Mythos. Der Kaffeeduft im Auto hilft tatsächlich gegen schlechte Gerüche. Dabei ist es vollkommen gleich, ob Kaffeebohne oder Kaffeepulver verwendet wird, Kaffee rückt gegen Mief vor.

Natürlich sollte der Kaffee in einem kippsicheren Behälter aufbewahrt werden. Ideal ist beispielsweise der Aschenbecher, natürlich nur bei Nichtrauchern. Auch Pulver oder Bohnen im Becher, der dann in den Becherhalter platziert wird, kippt so schnell nicht um.

Auch wenn der Kaffee gute Dienste bei üblen Gerüchen leistet, kann er gegen den Geruch von Buttersäure nichts ausrichten. Dieser Geruch entsteht, wenn sich im Auto jemand übergibt. Hier hilft leider nur eine Ozonbehandlung vom Fachmann, um den Geruch von Buttersäure zu eliminieren.

Wer Kinder hat, kennt Kaugummi im Polster

Kaugummi im Polster ist besonders ärgerlich. Der Kaugummi ist fast nicht aus dem Polster zu entfernen und klebt bombenfest. Bei Kleidung hat man den Vorteil, dass sie ins Gefrierfach gelegt werden kann. Mit Autositzen ist dies leider nicht möglich. Doch auch hier gibt es ein Hausmittel, das wahre Wunder bewirkt - Eiswürfel!

Ein Mythos besagt, dass ein Fön bei Kaugummi helfen soll. Diesem sollte kein Glauben geschenkt werden. Denn durch die Hitze wird der Kaugummi nur noch klebriger und weicher und lässt sich noch schwerer vom Autositz entfernen.

Eiswürfel hingegen können beim Entfernen von Kaugummi hervorragend eingesetzt werden. Auch ein Kühlakku ist empfehlenswert, da dieser sich nicht in Wasser auflöst. Durch die Kälte wird der Kaugummi hart und lässt sich so einfach und problemlos aus dem Polster lösen. In der Regel bleibt kein Fleck zurück und der Sitz sieht aus wie neu.

Feuchttücher für das Cockpit

Immer häufiger hört man, dass Feuchttücher, mit denen Babys Popo gesäubert wird, für das Cockpit genial sein sollen. Und dies ist wirklich der Fall. Dabei nehmen die Feuchttücher zum einen den Schmutz hervorragend auf und zum anderen wird das Cockpit auch noch gepflegt. Punkten können die Feuchttücher aber auch damit, dass kein schmieriger Film, wie beim Cockpitspray zurückbleibt.

Im Grunde gibt es viele Haushaltstipps für die Autopflege, ohne die Umwelt zu schädigen. Doch natürlich sollten diese Tipps auch geprüft werden. Nicht immer haben sie positive Effekte auf die Pflege des Autos.

(vo)