München: Grünes Licht heißt nicht freie Fahrt

München: Grünes Licht heißt nicht freie Fahrt

Zu den Dauerärgernissen im automobilen Alltag zählen verstopfte Kreuzungen. Der Querverkehr kann seine Grünphase nicht nutzen. Abbieger bleiben auf der Fahrbahnmitte stehen.

„Dabei bedeutet Grünes Licht an der Ampel für den Autofahrer nicht automatisch freie Fahrt“, erinnert Christian Buric vom ADAC in München: „Blockiert ein Autofahrer eine Kreuzung, riskiert er nicht nur ein Bußgeld, sondern haftet auch für mögliche Unfallschäden. Das gilt ebenfalls für Kreisverkehre und Kreuzungen ohne Ampelschaltung.“

Vor allem während Spitzenzeiten sind blockierte Kreuzungen allgegenwärtig. Geregelt ist das korrekte Verhalten in der Straßenverkehrsordnung (StVO). Demnach darf ein Autofahrer trotz Vorfahrt oder grüner Ampel in die Kreuzung oder Einmündung nicht sofort einfahren, wenn er dort erkennbar wegen des stockenden Verkehrs warten muss. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und riskiert ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro. Allerdings: „Ist bei größeren Kreuzungen nicht absehbar, dass der Verkehr plötzlich stockt, ist ein Hängenbleiben in der Kreuzung unerwartet und somit straffrei“, erläutert Christian Buric.

(amv)
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