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Green Mobility rückt auch bei KMU weiter in den Fokus

Elektrofahrzeuge : Green Mobility rückt auch bei KMU weiter in den Fokus

Das Thema Nachhaltigkeit spielt für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine zunehmend wichtige Rolle. Ein Bereich, in dem sich die Betriebe für die Umwelt stark machen, ist die Mobilität. So setzen KMUs vermehrt auf Elektrofahrzeuge oder arbeiten direkt mit Dienstfahrrädern.

Geschäftsreisen werden immer seltener per Flugzeug absolviert und auch in der Logistik lässt sich mit Green Mobility viel erreichen. In den Innenstädten setzen viele KMU E-Scooter ein und auch Carsharing kommt immer häufiger vor. Hierbei zeigt sich, dass die Digitalisierung bei der Grünen Mobilität viele Vorteile mit sich bringt.

Viele KMU setzen auf Elektrofahrzeuge

Die Zeit der Verbrennungsmotoren nähert sich ihrem Ende. Das zeigt sich unter anderem daran, dass immer mehr Unternehmen auf Elektrofahrzeuge setzen. Gerade in Ballungszentren und Innenstädten gibt es bereits eine ausreichend gute Infrastruktur, um Elektrofahrzeuge zu nutzen. Beispielsweise stehen Ladesäulen an unterschiedlichen Stellen bereit und auch in Garagen lassen sich Lademöglichkeiten integrieren.

Hinzu kommt, dass die Arbeitswege in Städten vergleichsweise kurz sind. Das bedeutet, dass die Ladeleistung der Elektrofahrzeuge für die Fahrten vollkommen ausreicht und die Nutzer keine Reichweitenangst haben müssen. Wenn Elektroautos als Firmenwagen genutzt werden, können Sie zudem steuerlich geltend gemacht werden. Zusätzlich bietet der Staat viele weitere Anreize und Förderungen, damit immer mehr Elektrofahrzeuge auf die deutschen Straßen kommen. Diese Optionen nutzen Unternehmen zunehmend.

Dienstfahrräder werden immer beliebter

 E-Scooter sind für die vergleichsweise kurzen Strecken in der Stadt wie geschaffen.
E-Scooter sind für die vergleichsweise kurzen Strecken in der Stadt wie geschaffen. Foto: pixabay.de/Christian Bueltemann

Wer in Städten und Ballungszentren mit dem Auto unterwegs ist, steht oft genug im Stau. Das betrifft die Innenstadt ebenso wie die Stadtautobahnen. Aber auch beim Pendelverkehr vom Land in die Städte kommt es immer wieder zu Verzögerungen. Für viele lohnt es sich deshalb gar nicht, in ein Auto zu steigen, um zur Arbeit zu kommen. Sie schwingen sich stattdessen auf ihr Fahrrad und sind häufig schneller da, als sie dies mit einem Auto wären.

Auch kleine und mittelständische Unternehmen greifen diesen Trend auf und bieten ihren Mitarbeitern immer öfter leistungsstarke Dienstfahrräder an. Somit können diese flexibel an- und abreisen und leisten zusätzlich einen Beitrag zum Umweltschutz. Solche Fahrräder sind deutlich günstiger als andere Formen der Mobilität wie Dienstautos. Zudem sind die Reparatur- und Wartungskosten geringer und die Mitarbeiter müssen sich keine Gedanken über Parkplätze machen. Die steuerliche Absetzbarkeit ist für die Unternehmen ebenfalls attraktiv.

Geschäftsreisen immer seltener per Flugzeug

In Bezug auf Geschäftsreisen hat bei Unternehmen in den letzten Jahren ein massives Umdenken stattgefunden. Wurden früher selbst innerdeutsche Geschäftsreisen teilweise mit dem Flugzeug absolviert, so entscheiden sich viele Unternehmen nun für eine An- und Abreise mit Zug oder Bahn. Hierdurch sind die Mitarbeiter nur unbedeutend später am Ziel, dafür werden deutlich weniger CO2-Emissionen erzeugt.

Einige KMU kooperieren zudem mit Busunternehmen und können ihren Mitarbeitern daher günstige Busreisen für ihre Geschäftsreisen anbieten. Zudem gibt es die Möglichkeit, Mitfahrgelegenheiten zu nutzen und hierdurch flexibel an sein Ziel zu gelangen. Abhängig von der Größe des Unternehmens und der Distanz der Geschäftsreise setzen Unternehmen auf jeweils andere Mobilitätslösungen.

Green Mobility in der Logistik

Green Mobility spielt in der Logistik eine zunehmend wichtige Rolle. So achten Unternehmen bewusst darauf, keine unnötigen Fahrten zu machen und beispielsweise Leerfahrten zu vermeiden. Das hat einerseits wirtschaftliche Vorteile, bringt aber auch der Umwelt eine Menge. Zudem werden bewusst Fahrzeuge ausgewählt, die einen möglichst niedrigen Verbrauch und geringe Schadstoffwerte haben.

Beim Versand innerhalb Deutschlands oder ins europäische Ausland bemühen sich KMU darum, mit Lieferanten zu kooperieren, die Nachhaltigkeitskonzepte zu bieten haben. Ähnliches gilt für die Zulieferer, mit denen sie zusammenarbeiten. Wenn diese einzelnen Stellschrauben nachhaltig arbeiten, ergeben sich hieraus zahlreiche Vorteile für die Umwelt. Zudem wird versucht, auf umweltschädliche Transportwege wie den Schiffsverkehr und den Flugverkehr zu verzichten und stattdessen umweltfreundliche Lieferwege zu nutzen.

In den Innenstädten kommen E-Scooter gut an

In den letzten Jahren haben E-Scooter die Innenstädte erobert. Das liegt daran, dass diese Fahrzeuge eine größtmögliche Flexibilität bieten und für den innerstädtischen Verkehr wie geschaffen sind. Sie sind wendig und schnell, lassen sich aber mühelos steuern und kontrollieren. Die Mitarbeiter sind innerhalb kürzester Zeit im Büro und nach Feierabend wieder zu Hause, ohne dabei ihre Kleidung durchzuschwitzen oder erschöpft anzukommen.

Manche KMU schaffen sich eigene E-Scooter an, damit ihre Mitarbeiter flexibel und unabhängig sind. Mittlerweile ist das Angebot an E-Scootern in den Ballungszentren allerdings so groß, dass dies nicht mehr zwingend erforderlich ist. Stattdessen können die Angebote von Dienstleistern der Branche genutzt werden, indem beispielsweise Karten für die Nutzung von E-Scootern erworben werden.

Carsharing wird als Konzept immer beliebter

Carsharing ist ein Mobilitätskonzept, das speziell für Unternehmen viele Vorteile mit sich bringt. Diese müssen keine eigenen Fahrzeuge anschaffen, bieten ihrer Belegschaft aber dennoch eine größtmögliche Beweglichkeit und Flexibilität. Wichtig ist es, mit einem Carsharing-Anbieter zusammenzuarbeiten, der in der jeweiligen Region stark vertreten ist. Somit stehen genügend Fahrzeuge zur Verfügung, die sowohl für die tägliche Anreise zur Arbeit als auch für Geschäftsreisen genutzt werden können.

Die Digitalisierung erleichtert die Green Mobility

Die Digitalisierung hilft KMU dabei, ihre Green Mobility professionell zu gestalten und der Umwelt einen Gefallen zu tun. So gibt es beispielsweise spezielle CO2-Rechner, die ausrechnen, welche Mobilitätsarten welchen CO2-Ausstoß verursachen. Somit sehen die KMU auf einen Blick, welche Mobilitätsformen besonders umweltfreundlich sind und können sich gezielt für diese entscheiden. Außerdem gibt es diverse Apps für die Busliniensuche. Dies ist gerade für Geschäftsreisen hilfreich, die mit einem Fernbus absolviert werden sollen.

Ebenfalls nützlich sind Apps für smartes Tanken. Diese zeigen nicht nur an, wo tanken besonders günstig ist, sondern machen auch Vorschläge, wie besonders umweltfreundlich getankt werden kann. Unter anderem werden geeignete Elektrotankstellen und Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung angezeigt, sodass keine langen Wege zurückzulegen sind. Solche digitalen Technologien helfen dabei, die Green Mobility in den KMU zu etablieren und dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiter gezielt einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

(vo)