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Neuvorstellung: Grandland ist Opels erster Plug-in-Hybrid

Neuvorstellung : Grandland ist Opels erster Plug-in-Hybrid

Jetzt auch Opel: Als erstes Modell der Marke mit dem Blitz wird der Grandland X in einer Plug-in-Hybrid-Variante angeboten. Den Grandland X Hybrid4 haben die Entwickler mit einem 200 PS starken 1,6-Liter-Turbobenziner ausgerüstet sowie mit zwei E-Motoren, die mit 110 PS die Vorder- und mit 113 PS die Hinterachse antreiben.

Damit verfügt das SUV einerseits über Allradantrieb und auf der anderen Seite über eine Systemleistung von 300 PS. Der 4,48 Meter lange Grandland X stürmt in 6,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 (Werksangaben) und lässt auch bei Überholmanövern mächtig die Muskeln spielen.

Weitaus wichtiger bei einem Plug-in-Hybrid jedoch ist die elektrische Reichweite. Und die liegt laut Opel bei 59 Kilometern nach dem WLTP-Fahrzyklus. Basis dafür ist eine unter der Rückbank platzierte Lithium-Ionen-Batterie mit einer Leistung von 13,2 Kilowattstunden (kWh). Einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Akku-Reichweite leistet das regenerative Bremssystem. Die beim Verzögern erzeugte Energie wird über einen so genannten i-Booster umgewandelt und zum Laden der Batterie genutzt. Für diese so genannte Rekuperation werden beide E-Maschinen verwendet.

Über den Wählhebel der Achtgang-Automatik lässt sich die Rekuperation weiter verstärken. Das entlastet die Bremse und optimiert die Effizienz. Insgesamt stehen vier Fahrmodi zur Wahl. Im sogenannten Hybrid-Modus wählt die Elektronik automatisch die jeweils günstigste Einsatzart der unterschiedlichen Systeme. Bei der Stufe Elektro fährt das SUV rein elektrisch, damit vor Ort emissionsfrei und so gut wie geräuschlos. Die zusätzliche Funktion e-Save erlaubt es, ausreichend Energie in der Batterie vorzuhalten, um später die letzten Kilometer ohne Benzinantrieb zurückzulegen. Wird der Sport-Modus gewählt, steht die volle Kraft aller drei Antriebsquellen zur Verfügung, was dynamische Fortbewegung garantiert. Flotte Überholmanöver auf kurvenreicher, bergiger Strecke sind bester Beweis dafür. Geht es auf unbefestigtes Terrain oder wird die Straße rutschig, ist die Allrad-Aktivierung die beste Wahl, um möglichst sicher ans Ziel zu gelangen.

Unterwegs mit dem Plug-in-Hybrid zeigt sich, dass das System nach dem Start und dem ersten sanften Anrollen, beides generell elektrisch, tatsächlich automatisch in den Hybrid-Modus geht. Wer es anders mag, der muss aktiv entscheiden. Die Aktivität des rechten Fußes ist es dann auch, die den Verbrauch reguliert. Klar ist eines: Der in der Praxis absolut unrealistische WLTP-Wert von 1,4 Litern dient lediglich als Vergleich zu anderen Fahrzeugen mit dieser Antriebsart. Wer mit voller Batterie losfährt, 30 Kilometer zum Arbeitsplatz zurücklegt, dort erneut den Akku mit Strom versorgt und abends daheim wieder ans Netz geht, der kann sich über einen Benzinverbrauch von 0,0 Litern freuen. Dann schlagen eben nur die Stromkosten zu Buche, um den 13,2 kWh-Akku zu füllen. Laden ist an der Haushaltssteckdose machbar, dauert dann etwa sieben Stunden. An der Wallbox mit dem serienmäßigen 3,7-kW-Onboard-Charger verringert sich die Ladezeit auf vier Stunden.

Bei der Fahrt über Land reicht die Energie der Batterie nicht mehr aus. Der Turbo will gefüttert werden, selbst wenn die Batterie immer wieder durch Rekuperieren aufgefrischt wird. 7,3 Liter zeigte der Bordcomputer auf ersten Testfahrten nach knapp 200 Kilometern an. Das ist noch immer ein Wert, mit dem es sich leben lässt, hat aber mit dem WLTP-Verbrauch eben rein gar nichts zu tun.

Generell erfülle der umfangreich ausgestattete Grandland X Hybrid4 Innovation alle Kriterien für förderfähige E-Fahrzeuge, verspricht Opel. So sei die auf dem letzten Klimagipfel beschlossene Umweltprämie in Höhe von 3750 Euro (bisher 3000 Euro) komplett zu nutzen. Damit reduziere sich der tatsächliche Preis für den Kunden auf 47.059 Euro. Dienstwagenfahrer kommen zudem in den Genuss der 0,5-Regel bei der Besteuerung für elektrifizierte Fahrzeuge.