Berlin: Gebrauchtwagenkauf: Tipps und Tricks

Berlin: Gebrauchtwagenkauf: Tipps und Tricks

Im vergangenen Jahr wurde knapp jeder dritte Gebrauchtwagen in Deutschland privat gekauft, zumeist wohl des Preises wegen. Händler verlangen häufig höhere Preise. Im Gegenzug müssen sie allerdings dem Kunden eine Gewährleistungspflicht bieten.

Die währt in der Regel zwei Jahre. Davon ausgenommen sind jedoch Verschleißteile wie ein defekter Auspuff, ein verstopfter Dieselpartikelfilter oder abgenutzte Bremsscheiben. Wer der bessere Geschäftspartner ist, lässt sich pauschal kaum sagen.

Der Gebrauchtwagenhandel hat bei vielen Kunden kein gutes Image. Doch letztendlich kommt es auf den Händler an und auf die Qualität seines Angebots.Gut ist es, wenn Bekannte mit einem Anbieter gute Erfahrungen gemacht haben und ihn empfehlen können. Der ADAC hat beobachtet, dass Missgriffe seltener vorkommen, wenn es sich um ein Markenautohaus handelt oder der Händler folgende Kriterien erfüllt: Der Betrieb ist in der Kfz-Innung.

Dann können Käufer im Streitfall eine Innungs-Schiedsstelle einschalten. Ferner gilt: Das Auto ist werkstattgeprüft oder hatte jüngst eine große Inspektion; der Text der Anzeige stimmt mit dem Kaufvertrag überein; ein Protokoll listet alle Mängel auf. „Fahrzeug in super Zustand“ oder „Motor und Getriebe okay“ ist zu pauschal. Gebrauchtwagen-Interessenten sollten sich entsprechend vor Tricks von Verkäufern wappnen, sowohl bei professionellen Händlern wie auch bei Privatverkäufern, warnen Fachleute der Stiftung Warentest in Berlin.

Tipps, wie man beim Autokauf einen Reinfall vermeidet, haben die Verbraucherschützer in der April-Ausgabe der Zeitschrift „test“ zusammengestellt. Nach den Beobachtungen der Fachleute legen die Verkäufer nicht immer die Mängel eines Wagens offen. Aufhorchen sollte man zum Beispiel, wenn ein Verkäufer Eigenschaften eines Autos anpreist, sie aber nicht in den Vertrag schreiben will.

Oder wenn es „Kfz mit Mängeln“ heißt und diese nicht konkret benannt werden. Noch vor der Besichtigung ist es ratsam, sich über bekannte Schwächen des Wunschmodells zu informieren. Entsprechende Checklisten stehen im Internet. Bei der Begutachtung des Wagens empfiehlt es sich, auf alle Lackschäden zu achten und bei der Durchsicht des Inspektionsheftes zu prüfen, ob die eingetragenen Daten realistisch sind.

Eine Probefahrt sollte man nie alleine unternehmen, sondern zu zweit, idealerweise mit einer kundigen Person. Dabei kann ein kurzer Besuch in einer Werkstatt helfen, verborgene Mängel und Schäden an dem Fahrzeug auszuschließen. Wer sich schließlich zum Kauf entschließt, findet im Internet Muster-Kaufverträge zum Herunterladen. Mithilfe der Analyse Autoversicherung lässt sich unter www.test.de/kfz-analyse der passende Tarif ermitteln.

Der ausführliche Report ist kostenfrei unter www.test.de/gebrauchtwagenkauf abrufbar.

(amv)