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Ford setzt mit Ford Explorer auf Hybrid

Mächtiges Gefährt : Ford setzt immer mehr auf Hybrid

Ford setzt seine Modellpalette mehr und mehr unter Strom. Außer den Mild-Hybrid-Versionen von Fiesta und Puma sind Mondeo sowie Kuga als Voll-Hybrid-, letzterer wie Explorer, Tourneo und Transit zudem als Plug-in-Hybrid-Varianten im Angebot.

Es ist schon ein mächtiges Gefährt, der Ford Explorer. Mit einer Länge von 5,06, einer Breite von 2,11 (mit Außenspiegel 2,29) und einer Höhe von 1,78 Metern rollt der siebensitzige SUV jetzt auf die Straßen. Dabei steht als Antrieb für das luxuriöse Top-Modell ausschließlich ein Plug-in-Hybrid-System zur Verfügung. Diese Kombination aus einem Dreiliter-V6-Benziner mit einem E-Motor bringt es auf eine Systemleistung von 336 kW (457 PS). Das maximale Drehmoment beträgt 825 Newtonmetern bei 2500 Umdrehungen pro Minute. Werte, die den Explorer laut Ford zum stärksten Serienhybrid weltweit machen. Die immense Kraft des Systems wird über eine Zehngang-Automatik generell auf alle vier Räder geleitet. Der Akku mit einer Kapazität von 13,6 Kilowattstunden (kWh) soll laut WLTP-Norm eine rein elektrische Reichweite von 42 Kilometern schaffen. In der Praxis allerdings wird schnell deutlich, dass es lediglich ein theoretischer Wert ist. Wählt der Fahrer aus den vier möglichen Programmen „EV Jetzt“ aus, rollt der Explorer so lange elektrisch, bis sein Akku leer ist. Das ist dann selbst bei verhalten eingesetztem Gasfuß bei etwas mehr als 30 Kilometern der Fall. Im „EV-Auto-Modus“ entscheidet die Elektronik, wann welcher Motor den Vortrieb übernimmt, um die beste Effizienzausbeute zu erreichen. Im Modus „EV Später“ wird die Energie in der Batterie für die spätere Nutzung geschont. Beim „EV Aufladen“ lädt der Benzinmotor während der Fahrt den Akku auf.

Aber der Plug-in bietet ebenso die Möglichkeit, Strom aus der Steckdose zu zapfen, um die Batterie zu laden. Wer das an der Haushaltssteckdose erledigt, muss etwa sechs Stunden einkalkulieren, um von Null auf 100 Prozent zu kommen. An einer öffentlichen Ladesäule oder einer Wallbox liegt die Wartezeit um die 4,5 Stunden.

Auf alle Fälle lohnt es sich, diese Zeiten zu investieren. Mit vollgeladenem Akku lässt sich die Kurzstrecke mit einem Verbrauch von knapp sechs Litern bewältigen. Ford gibt für die WLTP-Norm 3,1 Liter an. Muss der Benziner allein die Arbeit verrichten, um den etwa 2,5 Tonnen schweren Explorer in Schwung zu bringen, klettert die Verbrauchsanzeige schnell auf zweistellige Werte. Das gilt ebenso, wenn sich der Explorer seinem Namen gerecht auf Forschungsreise ins Gelände aufmacht. Das aufwändig konstruierte Allradsystem mit sieben unterschiedlichen Fahrprogrammen jedenfalls sollte den Wagen problemlos auch über schwierigen Untergrund rollen lassen. Leicht und locker zieht das in den USA produzierte Luxus-SUV bis zu 2,5 Tonnen schwere Anhänger durch die Gegend.

Beim Stichwort Luxus lohnt sich der Blick in den Innenraum. Hier gibt es nicht nur Platz in Hülle und Fülle (das Ladeabteil fasst maximal 2274 Liter), sondern eine Ausstattung (unter anderem LED-Licht, Leder oder Massagesitze), die bei deutschen Konkurrenten meist als Extra bezahlt werden müssen. So lassen sich die im Boden versenkbaren Sitze der dritten Reihe elektrisch aufstellen oder wieder in Ruheposition bringen. Das alles gibt es zu einem Preis von 76.000 Euro für die ST-Ausstattung. 1000 Euro mehr kostet der noch edler ausgerüstete Platinum.

Nicht so luxuriös, dafür aber ebenfalls mit Strom aus der Steckdose geht es auf Wunsch mit den Nutzfahrzeugen Tourneo Custom (ab 71.900 Euro), der achtsitzige Kleinbus oder dem Schwestermodell aus dem Transportersegment, Transit (ab 57.996 Euro), voran. Ein Einliter-Dreizylinder dient in diesen Modellen allerdings lediglich als Stromgenerator, wenn der Akku mit einer Kapazität von 13,6 kWh leer ist. Soll heißen: Generell treibt die 92,9 kW (126 PS) starke E-Maschine die Vorderräder an. Im reinen E-Modus sollen so etwa 40 Kilometer laut WLTP-Norm möglich sein. Für die Fahrten in der Stadt ist das in Ordnung. Wer aber über Land unterwegs ist, der hört schnell die deutlich vernehmbaren Arbeitsgeräusche des Dreizylinders, der die Reichweite um bis zu 450 Kilometer erweitert. Der Verbrauch des Motörchens liegt je nach Fahrweise zwischen acht und neun Litern.

Beim Kuga Plug-in-Hybrid (ab 39.550 Euro) hingegen kommt wieder ein klassisches System zum Einsatz, das eine elektrische Reichweite von 56 Kilometern bieten soll. Ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner (152 PS), E-Motor (110 PS) und eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 14,4 kWh sorgen für eine Systemleistung von 165 kW (225 PS). Übertragen wird die Kraft über ein stufenloses CVT-Getriebe.