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Frankfurt/Main: Fiat Panda 4x4: Ein Panda auf Beutejagd

Frankfurt/Main : Fiat Panda 4x4: Ein Panda auf Beutejagd

Der Panda ist gemeinhin ein gemütlicher Weggefährte. Der schwarz-weiße Bär genießt meist sitzend seine weitgehend vegetarische Kost. Nur bei Bedrohung schaltet er blitzschnell auf Angriff um. Fiats gleichnamiger Kleinwagen, der Panda, kann dies auch: Mit Allradantrieb ist ihm fast kein Untergrund zu matschig, kaum ein Weg zu holprig und nur wenige Steigungen sind ihm zu groß.

Zu Preisen ab 16.390 Euro gibt es den kleinen Italiener mit dem permanenten Allradantrieb. Die Kraft verteilt er elektronisch gesteuert und vollautomatisch nach Bedarf auf die vier Räder. Weist das Verkehrsschild eine Steigung von 70 Prozent aus, muss dem Fahrer folglich nicht flau im Magen werden. Souverän meistert der Panda die kleine Bergtour - und kommt auch wieder heil ins Tal.

Serienmäßig an Bord ist ein elektronisches Sperrdifferenzial ELD (Electronic Locking Differential), das der Fahrer unterhalb von 50 km/h per Knopfdruck aktivieren kann. Droht ein Rad bei Schnee und Eis durchzudrehen, bremst es dieses Rad gezielt ab und lenkt die Kraft stattdessen auf die Räder mit guter Haftung.

Die Bodenfreiheit variiert je nach Motorisierung zwischen 15 und 16 Zentimetern. Stock und Stein stellen kein Hindernis dar, Schlaglöcher und Wasserrinnen werden anstandslos durchquert. Steile Rampen sollten wegen des Böschungswinkels von 20 Grad vorn allerdings nur im Schneckentempo verlassen werden, ansonsten setzt die Frontpartie auf. Die Federung ist angenehm, Kopfsteinpflaster und Schotterpiste schütteln Fahrzeug und Insassen aber ordentlich durch. Als nachteilig erweisen sich hier die Vordersitze, die wenig Halt bieten.

Allrad-Zweizylinder klingt bärig

In der Standardversion sorgt der Stadtflitzer Panda technisch mit seinem Zweizylinder unter der Haube für Aufsehen. Doch Allrad und Zweizylinder, geht das? Die Antwort lautet: ja. Verwandelt der 63 kW/85 PS starke TwinAir den Panda mit Zweiradantrieb schon in ein munteres Bärchen, nimmt er mit der Kraft auf vier Rädern Witterung auf und geht auf Beutejagd. Zaghaft darf man da schließlich nicht sein. Einziges Hindernis ist der charakteristische Sound des Benziners, der zweifelsohne bärig klingt, aber ein Anschleichen auch unmöglich macht. Gerade am Berg ist er kein Motor der leisen Töne.

Die Alternative ist der 1,3-Liter-Multijet-Diesel. Mit seinen 55 kW/75 PS sichert der Vierzylinder bequem das Mitschwimmen im Stadtverkehr. Doch auch durch die Berge geht es ohne nennenswerte Mühe. Das Drehmoment von 190 Newtonmeter (Nm) steht ab 1.500 Umdrehungen pro Minute bereit, in 14,9 Sekunden wird von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h) beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 159 km/h. Der Normverbrauch von 4,7 Litern Diesel auf 100 Kilometern (125 g CO2/km) dürfte dann freilich in weite Ferne rücken.

Der Allrad-Panda ist auch optisch als solcher erkennbar. Schwarze Kunststoffverkleidungen mit der Prägung „4x4” zieren die Karosserie in der Seitenansicht. Der Unterboden ist vollständig verkleidet, was Schutz vor umherfliegenden Steinen bietet. Der Innenraum ist dagegen weitgehend gleich mit dem Frontantriebsmodell. Die Armaturenbrettverkleidung gibt es nun auch in einer grünen Variante, die Sitzbezüge wurden verändert. Der kleine Italiener verfügt zudem über eine geräumige Konsole über dem Mitteltunnel, durch die ein weiteres, 15. Aufbewahrungsfach entsteht. Ein Panda im Angriffsmodus sollte schließlich nicht gestört werden - weder vom Menschen noch von herumrutschenden Teilen.