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Frankfurt: Fiat Doblò: Für Sack und Pack

Frankfurt : Fiat Doblò: Für Sack und Pack

Von seinem Van-Modell Doblò hat Fiat seit der Markteinführung vor 15 Jahren etwa 1,4 Millionen Stück weltweit verkauft, die meisten als Kastenwagen für Handwerk und Handel. Daneben zielt der italienische Hersteller mit einer speziellen Variante auf Familien und freizeitorientierte Lifestyler.

Laut Produktmanager Steffen Michulski ist der Doblò „ein moderner Van für aktive Familien, die unter der Woche ein zuverlässiges und vielseitiges Fahrzeug im harten Alltagseinsatz nutzen und am Wochenende ein flexibles Transportmittel für die Ausübung von Hobbys benötigen“.

Augenfällig bei der jüngsten Evolutionsstufe des 2005 und 2010 bereits erneuerten Fiat Doblò ist seine veränderte Front. Der Lufteinlass zieht sich jetzt bis unter die Frontscheinwerfer links und rechts.

Innen dominiert wie gehabt das üppige Platzangebot. Der Zustieg in die zweite Reihe gestaltet sich dank der hinteren Schiebetüren rechts und links sehr bequem. Große Fenster schaffen eine lichte Innenatmosphäre. Bis zu sieben Sitzplätze sind im Angebot.

Der Kofferraum fasst laut Norm 790 Liter und lässt sich durch die asymmetrisch (60/40) geteilt umklappbare Rücksitzbank bequem erweitern und geänderten Anforderungen anpassen. Maximal bietet der Doblò ein Packvolumen bis zu 4.000 Liter.

Eine ganze Reihe praktischer Ablagen schafft Platz für die kleinen Dinge des Alltags.

Allerdings kann der Pampersbomber bei allen designerischen Bemühungen seiner Entwickler seine Ursprünge im Nutzfahrzeugsegment nicht kaschieren. Hartplastik rundum. Filz an Himmel. Die Bedienung gestaltet sich einfach und übersichtlich.

Jedoch entpuppen sich Tacho und Drehzahlmesser mitunter als schwer entzifferbar. Wenig Spaß bereiten zudem die Vordersitze mit ihrer zu geringen Sitzfläche. Generell mangelt es alle Sitzgelegenheiten an Seitenhalt.

Technologisch will Fiat mit seinem Infotainment-System Uconnect samt Fünf-Zoll-Touchscreen den zeitgerechten Anschluss gewährleisten. Gegen Aufpreis kann es um ein Navigationssystem und digitalen Radioempfang (DAB+) erweitert werden. Insgesamt stehen sieben Motoren zur Wahl, die eine Bandbreite von 90 bis 135 PS abdecken und je nach Typ sowohl Benzin oder Diesel als auch in bivalenter Variante Benzin und Erdgas (CNG) verarbeiten.

Akustisch präsentieren sich alle Antriebsquellen zurückhaltend. Fiat spricht von fünf Prozent Geräuschreduktion. Kupplung, Gas und Bremse sind leichtgängig und auch die Lenkung fordert keine hohen Kräfte.

Fahrdynamisch zeigt sich der Doblò als ein gutmütiger Geselle, der den Fahrer nicht überfordert. Ein Familienauto eben fern fahrdynamischer Verlockungen.

Das Fahrwerk des Kasten-Fiat bemüht sich auf schlechteren Straßen, Löcher wegzubügeln, doch ganz überzeugend gelingt dies nicht. Auch hier schimmert die Herkunft durch.

Der Einstiegspreis für den neuen Fiat Doblò in der Ausstattungsvariante Pop beträgt ab 20.050 Euro. Die Variante Lounge mit langem Radstand schlägt ab 23.950 Euro zu Buche. Im preissensiblen Segment junger Familienväter, die vielleicht fürs künftige Eigenheim sparen, lohnt sich da ein Blick auf die diversen Dacia-Angebote und bei denen gibt es eine dreijährige Garantie oben drauf.

(amv)