München: Fahrrad-Lichtmuffeln droht Verwarnungsgeld

München: Fahrrad-Lichtmuffeln droht Verwarnungsgeld

Radler, die in der Dämmerung und bei Dunkelheit ohne ordnungsgemäße Beleuchtung unterwegs sind, leben gefährlich, gefährden andere Verkehrsteilnehmer und riskieren saftige Strafen.

Darauf weist der KS Autoclub in München hin. Wer sich so verhalte, dem drohten zehn Euro Verwarnungsgeld, bei Gefährdung anderer 15 Euro, bei einem Unfall 35 Euro.

Ein Sprecher des KS verweist darauf, dass Paragraf 17 der Straßenverkehrsordnung (StVO), Absatz 1, für alle Fahrzeuge gelte, nicht nur für Kraftfahrzeuge: „Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen.” „Viele Radfahrer besitzen den Führerschein und sind sonst mit dem Auto unterwegs. Gerade sie sollten wissen, dass sie auf einem unbeleuchteten Drahtesel eine Gefahr für sich und andere darstellen”, sagt KS-Sprecher Thomas Achelis.

Besser gesehen werden

Dabei gehe es für Radfahrer weniger darum, selbst besser zu sehen. Wichtiger sei, besser gesehen zu werden. Auch am Tag gebe es Situationen, in denen die Beleuchtung wichtig sei, zum Beispiel bei Regen oder Nebel.

Doch nach Beobachtung des KS erfüllen viele Räder nicht einmal die Mindestanforderungen der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung. Danach müsse ein Rad so ausgerüstet sein: weißer Scheinwerfer und Reflektor vorne, rotes Schlusslicht/Rückstrahler kombiniert, zusätzlicher roter Großflächenrückstrahler hinten, gelbe, nach vorn und hinten wirkende Pedalrückstrahler sowie gelbe Speichenreflektoren in beiden Rädern oder reflektierende weiße Streifen an den Reifen.

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