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München: Fahranfängern drohen im Ausland harte Strafen

München : Fahranfängern drohen im Ausland harte Strafen

In vielen europäischen Ländern gelten für Fahranfänger besondere Vorschriften bei Geschwindigkeit und Promillegrenze. Führerscheinneulinge sollten bei Fahrten im Ausland deshalb besonders vorsichtig sein und sich über die Landesbestimmungen vorher kundig machen.

„Insbesondere bei Alkoholverstößen drohen empfindliche Strafen“, warnt Katrin Müllenbach-Schlimme vom ADAC in München. Wer seinen Führerschein noch keine drei Jahre besitzt, darf beispielsweise auf den Schnellstraßen Italiens nur 90 Kilometer pro Stunde (km/h) statt der üblichen 110 km/h fahren.

Auf Autobahnen sind 100 km/h statt 130 km/h erlaubt, so die ADAC-Fachfrau. In Frankreich dürfen Fahrer in den ersten drei Jahren außerorts nur mit Tempo 80, auf Schnellstraßen mit Tempo 100 und auf Autobahnen 110 km/h unterwegs sein. In Kroatien lautet das Limit für Autofahrer bis zum Alter von 25 Jahren außerorts maximal 80 km/h, auf Schnellstraßen Tempo 100 und auf Autobahnen mit 120 km/h.

Alkoholisierte Fahranfänger müssen sich im europäischen Ausland auf teils hohe Bußgelder einstellen. „Wer beispielsweise in Österreich als Fahranfänger in den ersten zwei Jahren mit 0,1 Promille erwischt wird, dem droht im Einzelfall als Höchststrafe ein Bußgeld von 2180 Euro“, erinnert Katrin Müllenbach-Schlimme. Bei einem Verstoß gegen die Promillegrenze in Dänemark kann das Bußgeld schlimmstenfalls einen Nettomonatslohn betragen.

In den Niederlanden dürfen junge Fahrer in den ersten fünf Jahren nach Führerscheinerwerb maximal 0,2 Promille im Blut haben. Ansonsten droht ein Bußgeld von mindestens 300 Euro. Streng werden Verfehlungen ebenfalls in Italien geahndet. Fahranfänger, die unter 21 Jahre alt sind und den Führerschein nicht länger als drei Jahre besitzen, müssen dort mit 0,0 Promille unterwegs sein. Die mögliche Höchststrafe im Einzelfall: 627 Euro.

(amv)