München: Fahndung nach dem Kilometerstand

München: Fahndung nach dem Kilometerstand

Gebrauchtwagenkäufer sollten bei ihrem Wunschauto nach Indizien für die Richtigkeit des angezeigten Kilometerstandes fahnden. Hierbei kann zum Beispiel helfen, den Aufkleber für den nächsten Ölwechsel zu kontrollieren, Eintragungen im Serviceheft auf Plausibilität zu prüfen oder in einer Markenwerkstatt den Wartungsintervallspeicher auslesen zu lassen, rät der Automobilclub KS in München.

„Überall ist der zu einem bestimmten Zeitpunkt bekannte Kilometerstand erfasst, der möglicherweise bereits höher ist als auf der digitalen Tachoanzeige“, schildert Clubsprecher Thomas Achelis seine Erfahrungen. Auch Unterlagen oder Rechnungen über den Austausch von Partikelfiltern, Stoßdämpfern, Achsgelenken oder Zahnriemen können Hinweise auf Tachomanipulation geben. Solche Reparaturen sind meist erst bei mehr als 120.000 Kilometer erforderlich.

„Kann der Verkäufer kein Serviceheft vorlegen oder gibt er auf Fragen zur Fahrzeugbeschaffenheit nur vage Antworten, ist Vorsicht geboten“, gibt Achelis zu bedenken. Beim Gebrauchtwagenkauf sollte man sich zudem vorab im Internet über Schwachstellen des gewünschten Modells informieren, Zeugen, am besten einen Fachmann mitnehmen, bei der Probefahrt stets selbst mitfahren oder andere Person beauftragen, Ölstand und Ölqualität prüfen sowie schließlich die Identität zwischen Verkäufer und der in den Fahrzeugdokumenten eingetragenen Person prüfen.

(amv)