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New York: Ermittlungen wegen defekter Takata-Airbags

New York : Ermittlungen wegen defekter Takata-Airbags

Die Rückrufserie wegen defekter Airbags des japanischen Auto-Zulieferers Takata hat laut einem Zeitungsbericht die US-Justiz auf den Plan gerufen. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wolle klären, ob die Firma gegenüber Aufsehern irreführende Aussagen zur Sicherheit der Airbags gemacht habe, berichtete das „Wall Street Journal” am Mittwoch unter Berufung auf Insider.

Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass das Problem mit den defekten Airbags, die während des Entfaltens platzen oder sich erst gar nicht öffnen, weitaus größere Dimensionen hat als bislang bekannt. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA stufte die Zahl der betroffenen Fahrzeuge um gut drei Millionen herauf.

Seit 2013 mussten die Hersteller damit insgesamt rund 7,8 Millionen Autos wegen der Airbags des Zulieferers zurückrufen. Am Montag hatte die NHTSA noch von 4,7 Millionen Fahrzeugen gesprochen. Die defekten Teile führten dem Branchenblatt „Automotive News” zufolge seit 2008 weltweit zu mehr als 16 Millionen Rückrufen. Sie sollen im Zusammenhang mit vier Todesfällen stehen.

Die rechtlichen Untersuchungen in den USA seien aber noch im Anfangsstadium, hieß es in dem Bericht des „Wall Street Journal”. Die Bundesanwaltschaft in Manhattan, die sich mit dem Fall befasst, hatte auch die Ermittlungen gegen Toyota gestartet. Der japanische Autobauer bekam im März aufgrund einer Pannenserie wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten eine Rekordstrafe von 1,2 Milliarden Dollar aufgebrummt.

Takata veröffentlichte auf seiner Website eine Stellungnahme zu der ungewöhnlich deutlichen Warnung der US-Verkehrsaufsicht, äußerte sich bislang aber noch nicht zu dem Zeitungsbericht über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Man nehme die Probleme extrem ernst und werde voll und ganz mit der NHTSA sowie den betroffenen Autobauern kooperieren, teilten die Japaner mit.

Nach den neuesten Angaben der US-Verkehrsaufsicht betrifft der Rückruf mehr als fünf Millionen Honda-Fahrzeuge, 877.000 Autos von Toyota und Lexus, rund 694.600 Nissans, 627.600 BMW, 371.300 Chrysler, rund 64.900 Mazda, knapp 58.700 Ford, 17.500 Subaru, knapp 12.000 Mitsubishi und eine noch offene Zahl von Fahrzeugen der Opel-Mutter General Motors.

(dpa)