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Automarkt: Elektromobilität wird immer beliebter

Automarkt : Elektromobilität wird immer beliebter

Der Neuzulassungen von E-Fahrzeugen steigen weiter bei einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarkt und erreichten im Februar einen zweistelligen Neuzulassungsanteil von 20,7 Prozent.

Im zweiten Monat des Jahres wurden in Deutschland über 40.000 Elektrofahrzeugen neu zugelassen, darunter über 18.000 rein batterieelektrische Autos. Damit steigt der Neuzulassungsanteil von E-Fahrzeugen im Februar auf 20,7 Prozent, dies bedeutet - mehr als jedes fünfte Neufahrzeug hatte bereits einen Elektroantrieb. Zum Vergleich: Im Februar 2020 lag der Neuzulassungsanteil von E-Autos noch bei 6,9 Prozent. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Electromobility Reports des CAM in Bergisch Gladbach, der regelmäßig die Markt- und Innovationstrends der Branche bilanziert.

Laut CAM-Leiter Stefan Bratzel ist „Deutschland im Jahr 2020 nach China zum zweitgrößten Einzelmarkt für die Elektromobilität (BEV/PHEV) aufgestiegen und hat nach Absatzzahlen die USA überholt“. Sollte die Dynamik anhalten, könnte Deutschland diese Position halten und zunehmend eine Schrittmacherfunktion für die neuen Antrieben ausüben. Allerdings, so gibt der Marktbeobachter zu bedenken, „beruht die Dynamik noch überwiegend auf Plug-in Hybriden, die aktuell mehr als 55 Prozent der Neuzulassungen von E-Autos ausmachen. Plugin-Hybride sind jedoch nur bei bestimmten Fahrprofilen und bei regelmäßigem Laden ökologisch sinnvoll. Die derzeitigen Förderkulissen in Deutschland unterstützen jedoch nicht dem „artgerechten“ Einsatz von Plugins und sollten aus Klimaschutzgründen dringend angepasst werden.“

Im diesem Jahr wurden bereits 34.593 Neuzulassungen von reinen Elektrofahrzeugen (BEV) und 42.467 PHEVs verzeichnet, was insgesamt einem Zuwachs von 136 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht. Damit wachsen die E-Fahrzeuge weiter entgegen dem rückläufigen Gesamtzulassungstrend. In dem durch die Corona-Krise geprägten Monaten Januar und Februar gingen die Neuzulassungen um 25,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.

Bratzel macht auf eine weitere Marktentwicklung aufmerksam: „Elektrofahrzeuge reduzieren derzeit jedoch noch nicht die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, sondern werden vielfach ergänzend angeschafft. Entsprechend steigt das Durchschnittsalter des Fahrzeugbestands im Vergleich zum Vorjahr weiter von 9,6 auf jetzt 9,8 Jahre und die Motorisierungsrate wächst von 570 auf 576 Autos pro 1.000 Einwohner.“

(nom/amv)