1. Leben
  2. Auto

Hannover: Ein Blick in die Rückfahrkamera reicht beim Einparken im Parkhaus nicht

Hannover : Ein Blick in die Rückfahrkamera reicht beim Einparken im Parkhaus nicht

Ein Blick in die Rückfahrkamera reicht beim Einparken im Parkhaus nicht. Dies musste jetzt ein Autofahrer feststellen, der sich beim rückwärts Einparken in einem Parkhaus nur auf seine Rückfahrkamera verlassen hatte.

Dabei fuhr er gegen ein Hindernis, das außerhalb des Sichtbereiches der Kamera lag und beschädigte dabei seinen Kofferraum. Mit seiner Klage gegen den Betreiber des Parkhauses wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht scheiterte er vor dem Amtsgericht Hannover (Az.: 438 C 1632/14), das diese abwies.

Die Metallstreben des Lüftungsschachts, gegen die der Autofahrer gefahren war, waren gut sichtbar mit rot-weißem Klebeband markiert. Nach Meinung des Gerichts war damit die Verkehrssicherungspflicht des Parkhausbetreibers ausreichend erfüllt. Eine Pflicht des Parkhausbetreibers, wie der Autofahrer gemeint hatte, solche Hindernisse auch so zu sichern, dass sie von technischen Einparkhilfen erkannt werden, sah das Gericht nicht. Es stellte fest, dass bei ausreichender Aufmerksamkeit, die zusätzlich zu einem Blick in die Rückfahrkamera erforderlich gewesen wäre, das Hindernis hätte erkannt werden können.

(dpa)