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Stuttgart: eCall: Automatischer Notruf in allen neuen Autos

Stuttgart : eCall: Automatischer Notruf in allen neuen Autos

Von April an wird das europäische eCall-System Pflicht in sämtlichen neuen Modellen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in der EU. Das eCall-System erkennt die Auslösung des Airbags und verwertet alle Informationen der Aufprallsensoren.

Bei Aktivierung übermittelt das System die Standortdaten an den Rettungsdienst und stellt eine Sprechverbindung zwischen Fahrzeuginsassen und Rettungskräften her, erläutern Fachleute der Sachverständigenorganisation Dekra in Stuttgart hin. Es wird erwartet, dass eCall die Reaktionszeit von Rettungsdiensten in städtischen Gebieten um 40 Prozent und in ländlichen Gebieten um 50 Prozent beschleunigen könnte. Das Ziel ist eine schnellere Erstversorgung von Verletzten und eine Reduzierung der Zahl der Verkehrstoten bei Unfällen. Nach Schätzungen der EU-Kommission könnte die Zahl der Verkehrstoten damit um etwa 2500 (rund zehn Prozent) sinken. Bereits jetzt sind zahlreiche Neuwagen mit dem Rettungssystem ausgerüstet. Für den eCall (emergency call oder automatischer Notruf) wird die europaweite Notrufnummer 112 genutzt. Die Positionsdaten werden mit Hilfe des Satellitennavigationssystems GNSS (Global Navigation Satellite System) ermittelt. So ist die schnelle Feststellung des Unfallortes gewährleistet. Sodann kann mit einem Mitarbeiter der Notrufabfragestelle telefoniert werden. Ein länderübergreifender Praxistest hat ergeben, dass in 90 Prozent aller Fälle eine Verbindung zur Notrufzentrale innerhalb von 25 Sekunden hergestellt wurde, in 97 Prozent innerhalb von 45 Sekunden.

(nom)