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E-Bike Boom - was bringt er mit sich?

Nach Corona : E-Bike Boom - was bringt er mit sich?

Elektro-Bikes sind angesagt wie nie. Im Jahr 2020 wurden laut Branchenverband Cycling Industries Europe in ganz Europa 4,5 Millionen Fahrräder mit Elektroantrieb verkauft. Dies ist eine Steigerung von etwa 25 Prozent zum Vorjahr.

Experten der Branche rechnen damit, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Der E-Bike-Boom bringt verschiedene Vor- und Nachteile mit sich.

Der Fachhandel und das Internet bieten zahlreiche Fahrradmodelle mit Antrieb an

Aufgrund des ausgefallenen Urlaubs im Pandemie-Jahr 2020 haben die Verbraucher in Deutschland und Europa viel Geld gespart, das teilweise in sehr hochwertige und hochpreisige E-Bikes investiert wird. Besonders beliebt sind elektrisch angetriebene Fahrräder als:

  • Trekking-Rad
  • City-Bike
  • Mountainbike
  • Kompaktrad
  • S-Pedelec

Jedes Fahrrad ist für die unterschiedlichsten Zwecke geeignet und sind daher mit vielen verschiedenen Komponenten ausgestattet. Besonders wichtig sind auch die Optik und selbstverständlich die Ergonomie. Auch mit einem E-Bike macht das Fahrradfahren nur Spaß, wenn man als Fahrer bequem sitzt und der Körper eine gesunde Haltung einnehmen kann.

Radtouren mit dem Trekking-Rad machen mit Elektroantrieb noch mehr Spaß

Mit einem modernen E-Trekking-Bike werden heutzutage Radtouren in Angriff genommen, die vor wenigen Jahren noch nicht möglich waren. Durch einen integrierten Elektroantrieb von Yamaha, Bosch, Shimano oder Panasonic sind auch bergige Strecken oder längere Steigungen gut zu bewältigen. Die Zusatzleistung wird durch einen einfachen Tritt in die Pedale zur Verfügung gestellt. Die benötigte Leistung ist dabei ganz einfach zu regulieren.

Muss der Akku nachgeladen werden, ist die Entnahme sehr einfach. Er ist entweder unter dem Gepäckträger oder am Rahmen des E-Bikes montiert. Zur weiteren Ausstattung zählen eine gute Lichtanlage, Schutzbleche, Scheibenbremsen und eine Kettenschaltung. Die Sitzposition und der Lenker sind selbstverständlich tourentauglich.

Das E-City-Bike ist alltagstauglich und modern ausgestattet

Das passende Fahrrad für den Alltag ist das E-City-Bike. Die Bikes sind als Damen- oder Herrenrad erhältlich und für den turbulenten Straßenverkehr mit guten Reifen, Bremsen und einem leistungsstarken Motor ausgestattet. Damit der Wartungsaufwand nicht zu hoch ist, sind in die City-Bikes in der Regel mehrgängige Nabenschaltungen eingebaut.

Zum Transport des Einkaufs oder der Arbeits- oder Schultasche sind die E-Bikes mit stabilen Körben oder einem Gepäckträger ausgestattet. Zum Gesamtpaket eines guten City-Bikes zählt selbstverständlich die verkehrsgerechte Ausstattung.

Zu den Qualitätsmerkmalen zählen daher eine fest verbaute Lichtanlage mit Nabendynamo, Klingel, Schutzbleche und ein stabiler Haupt- oder Seitenständer.

Durch den E-Bike-Boom schlagen die Versicherer Alarm

Hochwertige E-Bikes sind auch als Mountainbike, schnelles S-Pedelec oder Kompaktrad sehr beliebt. Die Fahrradmodelle sind im Handel meist für mehrere Tausend Euro erhältlich. Durch den E-Bike-Boom steigen die Diebstähle.

Obwohl im Jahr 2020 mit 260.000 angezeigten Diebstählen, die Zahl leicht gesunken ist, hat sich die Schadenssumme erhöht, die Versicherer den Geschädigten leisten musste. Wurden früher für ein gestohlenes Fahrrad 300 bis 400 Euro erstattet, liegt der Durchschnitt heutzutage bei etwa 700 Euro.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rät daher beim Kauf eines Fahrradschlosses nicht zu sparen. Hochwertige E-Bikes die zwischen 2000 und 3000 Euro kosten, können nicht mit einem Schloss für 10 Euro gesichert werden.

Besonders ältere E-Bike Besitzer sind in schwere Unfälle verwickelt

Obwohl der zunehmende Fahrradverkehr vielerorts begrüßt wird, steigen durch den Verkauf der E-Bikes auch die schweren Unfälle. Alleine im letzten Jahr verunglückten 142 Menschen in Deutschland tödlich auf einem elektrisch angetriebenen Fahrrad. Es handelt sich dabei vornehmlich um ältere Personen, die nicht zur Hauptgruppe der Fahrradfahrer zählen. Sie sind oftmals schlichtweg mit der Technik und auch der Geschwindigkeit durch den zusätzlichen Antrieb überfordert.

Wer sich im Fachhandel ein E-Bike oder S-Pedelec zulegt, sollte daher unbedingt auf eine Einweisung durch den Fachhändler bestehen. In guten Fachgeschäften ist dies aber selbstverständlich. Ebenso wichtig ist ein guter und bequemer Helm, da bei einem Unfall oftmals schwere Kopfverletzungen die Folge sind.