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Kia Ceed Sportwagen: Deutlich zugelegt

Kia Ceed Sportwagen : Deutlich zugelegt

Die Alltagstauglichkeit gesteigert und optisch nochmals sportlicher gezeichnet - die dritte Generation des Kia Sportwagon hat gegenüber dem Vorgänger schon augenscheinlich an Attraktivität gewonnen.

Schon in der Vergangenheit hatten sich für die Sportswagon genannte Kombiversion des Ceed überdurchschnittlich viele Kunden entschieden. Der Anteil von 35 Prozent liegt deutlich über den Vergleichszahlen der Konkurrenz im Kompaktwagenbereich.

Die neue Generation hat durchaus das Zeug, hier noch zuzulegen. Weshalb? Da ist zunächst einmal das um fast 100 auf 625 Liter gewachsene Volumen des Laderaums. Werden die hinteren Lehnen vorgeklappt (je nach Ausführung entweder im Verhältnis 60:40 oder 40:20:40), stehen 1694 Liter zur Verfügung. Die Ladekante wurde gegenüber dem Vorgänger um fast neun Zentimeter nach unten verlegt. Das erleichtert das Ein- und Ausladen. Gegen Aufpreis gibt es eine sensorgesteuerte Heckklappe. Damit sich die öffnet, ist aber keinesfalls ein Fußgezappel unter dem hinteren Stoßfänger notwendig. Es reicht, mit dem Schlüssel in der Tasche hinter dem Wagen zu stehen und ein viermaliges Piepen abzuwarten. Erst dann schwingt die Klappe nach oben. Ebenfalls optional werden ein Gepäckraumtrennsystem auf Schienenbasis und ein Trennnetz angeboten. Für letzteres steht ebenso wie für die Gepäckraumabdeckung jeweils ein Staufach im Boden des Kofferraums zur Verfügung.

Vor dem Ladeabteil können es sich die Passagiere auf allen Plätzen bequem machen. Das Längenwachstum der Karosserie um zehn Zentimeter auf 4,60 Meter wirkt sich in Kombination mit einer etwas tieferen Sitzposition im Fond positiv auf Bein- und Kniefreiheit aus. Vorne hingegen ist alles so wie bei dem bekannten Viertürer. Der Armaturenträger zeigt sich übersichtlich gestaltet. Alle Bedienelemente sind leicht zu erreichen. Die eingesetzten Materialien wirken alles in allem wertig.

Die sportliche Note des Sportswagon ist vor allem an der vom Sportcoupé Stinger inspirierten Front mit dem vieräugigen LED-Tagfahrlicht sowie der etwas flacher gezogenen Karosserie zu erkennen. Für den Antrieb stehen drei Benziner sowie zwei Diesel zur Verfügung. Einstieg ist der 1,4-Liter-Sauger (100 PS), der ab 16.990 Euro (1000 Euro mehr als der Viertürer) angeboten wird. Die beiden Turbobenziner mit 1,0 und 1,4-Litern Hubraum leisten 120 PS oder 140 PS. Kia setzt auch nach wie vor auf den Diesel. Der 1,6-Liter Selbstzünder mit NOx-Speicherkat und SCR-Katalysator kann mit 115 PS oder 136 PS geordert werden. Die Kraftübertragung übernehmen entweder eine Sechsgang-Schaltung oder für die beiden größeren Motoren ein Siebengang-DSG-Getriebe (Aufpreis). Vor allem der stärkere der beiden Diesel macht - so, wie übrigens auch das gut abgestimmte Fahrwerk - einen richtig guten Eindruck: leise, laufruhig und sowohl antritts- als auch durchzugsstark, bei einem Verbrauch auf einem ersten durchaus flotten Fahreindruck von 6,1 Litern.

Schon in der Basis (Attract) ist der Sportswagon mit einem Audiosystem und Fünf-Zoll-Display und USB-Anschluss, Freisprecheinrichtung, Tempomat, Spurhalteassistent und Dachreling bestückt. Ab 21.990 Euro gibt es die so richtig umfangreich bestückte und deshalb empfehlenswerte Vision-Variante, die wie alle Kia-Modelle natürlich die Sieben-Jahre-Kia-Herstellergarantie beinhaltet.

(amv)