Der saisonale Reifenwechsel steht an

Trotz Mini-Wintereinbruch : Der saisonale Reifenwechsel steht an

Nach dem stürmischen Wochenende prophezeit der Wetterbericht für die nächsten Tage zwar nochmals einen Mini-Wintereinbruch samt Schnee und Kälte. Doch die Tage der Winterreifen sind gezählt. Der saisonale Reifenwechsel steht an.

„Wie sicher Autofahrer auf den Straßen unterwegs sind, hängt wesentlich vom Zustand der Reifen ab. Schauen Sie sich die Pneus beim Reifenwechsel daher gut an“, empfiehlt Christian Koch, Reifenexperte bei der Sachverständigenorganisation Dekra in Stuttgart. Zeigt ein Pneu Risse, Beulen, Schnitte oder Einstiche, sollte ein Fachmann prüfen, ob der Reifen weiterverwendet werden kann. Das Gleiche gilt, wenn das Profil ein sogenanntes Sägezahnmuster zeigt oder einseitig abgefahren ist. In so einem Fall sollte eine Fachwerkstatt überprüfen, ob eine fehlerhafte Fahrwerkseinstellung oder defekte Stoßdämpfer vorliegen.

Auch die Profiltiefe muss stimmen. Es macht wenig Sinn, wenn Reifen beim Aufziehen weniger als drei Millimeter Profil haben. „Auf nasser Fahrbahn geht das auf Kosten der Griffigkeit. Außerdem müssen Reifen mit weniger Profil ohnehin bald getauscht werden“, schildert Koch seine Erfahrungen.

Damit sich die Reifen gleichmäßig abnutzen, empfiehlt sich, die Reifen an Vorder- und Hinterachse paarweise zu tauschen, und dabei auch das Reserverad mit einzubeziehen. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Laufrichtung der Räder gleichbleibt. Anschließend den Reifendruck anpassen. Autowerkstätten empfehlen, nach einem Reifenwechsel die Muttern alle 50 bis 100 Kilometer nachzuziehen.

Mancher Autofahrer denkt daran, seine Winterreifen auch im Sommer weiterzufahren. Nach Ansicht von Koch ist dies aber keine gute Idee: „Winterreifen sind für den Sommer denkbar ungeeignet. Aufgrund der weicheren Gummimischung des Winterprofils weisen sie deutliche Nachteile in punkto Bremsen und Kurvenstabilität auf.“ Außerdem verschleißen Winterreifen im Sommer wesentlich schneller, besitzen einen höheren Rollwiderstand und dadurch einen höheren Verbrauch. Es macht also auch aus wirtschaftlichen Erwägungen keinen Sinn.

(amv)
Mehr von Aachener Zeitung