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Köln: Defekte Dämpfer sind eine schleichende Gefahr

Köln : Defekte Dämpfer sind eine schleichende Gefahr

Stoßdämpfer sind für die Straßenlage und den sicheren Kontakt zur Fahrbahn von entscheidender Bedeutung. Verschlissene Stoßdämpfer, defekte Federn, schwache Bremsen und schlechte Reifen sind mehr als gefährlich, nicht zuletzt dann, wenn alles zusammen kommt.

Der Bremsweg ist viel länger, das Auto wird instabil und die Unfallgefahr nimmt rasant zu. Alle Fahrwerkskomponenten samt Pneus sollten wenigstens einmal jährlich in einer Auto-Werkstatt überprüft und, falls erforderlich, instandgesetzt werden, empfiehlt Fahrwerksspezialist KYB in Krefeld.

Auch die Funktionsfähigkeit elektronischer Fahrassistenzsysteme wie ABS (Antiblockiersystem), ASR (Antischlupfregelung) oder ESP (Elektronische Stabilitätskontrolle) wird durch mangelhafte Dämpfer stark beeinträchtigt. Allerdings: "Wer sein Fahrzeug regelmäßig warten lässt, wird erfahrungsgemäß keine Schwierigkeiten bekommen", beruhigt Helmut Klein vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg. "Schlechte oder defekte Stoßdämpfer werden in der Regel bei Werkstatt-Inspektionen erkannt."

Im Klartext: Besondere Prüfungen, die vielfach beworben werden, samt damit verbundene Kosten kann man sich schenken. Das Problem: Kommt ein Fahrzeug nicht regelmäßig in die Inspektion, merkt der Mensch am Steuer oftmals nicht, dass sich die Straßenlage seines Autos verschlechtert. Denn dies geschieht schleichend.

Bei einem Austausch von Stoßdämpfer und Federn sollte man immer paarweise pro Achse vorgehen, empfiehlt KYB-Fahrwerks-Experte Hans-Jürgen Link, um die Fahrsicherheit des Autos zu 100 Prozent wiederherzustellen: "Am besten höherwertige Gasdruck-Stoßdämpfer und Federn in Erstausrüstungsqualität einbauen, die ein besseres Fahrverhalten, größere Sicherheit und höheren Komfort bieten." Laut dem jüngsten TÜV Report zeigten 14,2 Prozent der Pkw Mängel an Bremsen, Stoßdämpfern und Federn.

(amv)