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Bad Windsheim: Bis zu 3000 Euro Strafe für Mautpreller im Ausland

Bad Windsheim : Bis zu 3000 Euro Strafe für Mautpreller im Ausland

Während in Deutschland noch Mautpläne schmiedet werden, ist eine Straßenbenutzungsgebühr anderswo längst Wirklichkeit. Wer gegen die jeweiligen Bestimmungen verstößt, muss tief ins Portemonnaie greifen, warnt Josef Harrer vom Autoclub ARCD in Bad Windsheim.

Um möglichst entspannt beispielsweise in den Winterurlaub zu starten, sollten Autofahrer schon vor der Reise Vignetten etwa für Österreich oder die Schweiz kaufen. Sie sind hierzulande an zahlreichen Vertriebsstellen etwa den Niederlassungen der verschiedenen Autoclubs erhältlich. Ansonsten sind sie auch an Tankstellen in Grenznähe erhältlich.

Werden Mautpreller in Österreich von der Polizei oder Patrouillen der Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag erwischt, zahlen sie vor Ort eine Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro für einen PKW. Motorradfahrer müssen in einem solchen Fall 65 Euro berappen.

„Wer sich weigert, wird angezeigt und muss mit einer Strafe von bis zu 3000 Euro rechnen“, schildert Harrer seine Erfahrungen. In der Schweiz kann ein Bußgeld in Höhe von 200 Schweizer Franken fällig werden. Bei Manipulation oder missbräuchlicher Verwendung wird die Bundesanwaltschaft eingeschaltet, wodurch es noch teurer werden kann.

Selbst das falsche Anbringen der Vignette kann ein Bußgeld zur Folge haben. „Autofahrer müssen deshalb darauf achten, sie korrekt aufzukleben. Das heißt konkret: gut sichtbar innen an die Windschutzscheibe links oben oder im Bereich des Rückspiegels“, empfiehlt Harrer.

Keinesfalls darf man das „Pickerl“ auf dem Tönungsstreifen platzieren. Bei Motorrädern ist vorgeschrieben, sie auf ein nicht auswechselbares Teil wie Tankdeckel oder Gabelholm zu kleben. „Einmal angebracht, darf man die Vignette nicht wieder herunterreißen, um sie anders festzukleben, denn dabei wird sie ungültig“, warnt Harrer.

Muss die Windschutzscheibe beispielsweise infolge Steinschlags getauscht werden, können Fahrzeughalter in beiden Nachbarländern eine Ersatzvignette für die Jahresvignette oder Kostenersatz beantragen - vorausgesetzt, die Ersatzkosten sind nicht durch eine Versicherung etwa abgedeckt. „Hierfür ist es wichtig, die Trägerfolie mit der Seriennummer aufzuheben. Sie gilt als Kaufnachweis“, sagt Harrer.

Ob Original oder Ersatz, am besten hält die Vignette auf einer sauberen, trockenen Stelle. Die Scheibentemperatur sollte beim Aufkleben nicht weniger als fünf Grad Celsius betragen, sonst kann sich der Kleber lösen.

(amv)