Manche Medikamente machen müde: Besonders Schmerzmittel können Reaktions- und Sehvermögen beeinflussen

Manche Medikamente machen müde : Besonders Schmerzmittel können Reaktions- und Sehvermögen beeinflussen

Viele Autofahrer unterschätzen offensichtlich die Auswirkungen einer Medikation auf ihren Allgemeinzustand und die Fahrtüchtigkeit. Besonders Schmerzmittel sowie die dauerhafte Einnahme von Medikamenten bei schweren Krankheiten können das Reaktions- und Sehvermögen beeinflussen.

Einige Erkältungsmittel enthalten beispielsweise Koffein. Das besitzt eine anregende Wirkung. Doch die lässt rasch nach.

Andere Medikamente können Reaktion, Aufmerksamkeit, Konzentration, Sehen, Gedächtnis, Motorik, Wahrnehmung und Kritikfähigkeit beeinflussen. Deshalb sollte man grundsätzlich den Arzt oder Apotheker fragen und den Beipackzettel zu lesen. Zwar sind Packungsbeilagen oft schwer zu verstehen, doch weisen sie auf Besonderheiten des Präparats hin und warnen gegebenenfalls vor der Kombination mit Alkohol oder anderen Medikamenten.

Besondere Vorsicht gilt bei folgenden Medikamentenarten, warnt Andrea Häußler, Verkehrspsychologin bei TÜV Süd Life Service:

  • Allergiemittel
  • Augentropfen
  • Medikamente gegen Fieber und Entzündungen
  • Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen, Epilepsie oder Bluthochdruck
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel
  • Schmerz- und Erkältungsmittel

Auch nach Operationen und Krankenhausaufenthalten sowie nach einem Schlaganfall oder bei Diabetes kann die Fahrtauglichkeit beeinträchtigt sein. „Um sich und andere Menschen im Straßenverkehr nicht zu gefährden, sollte jeder Eigenverantwortung übernehmen und bei Unsicherheit lieber einen Fitness-Check absolvieren“, empfiehlt die Verkehrspsychologin. Wer wissen möchte, ob er unter Medikamenteneinfluss noch sicher fährt, sollte zunächst seinen Hausarzt befragen. TÜV Süd bietet auf seiner Website außerdem einen Reaktionstest an.

(nom)
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