1. Leben
  2. Auto

Bochum: Berufspendler testen E-Autos: Nicht alles überzeugt auf Langstrecken

Bochum : Berufspendler testen E-Autos: Nicht alles überzeugt auf Langstrecken

Elektroautos sind einem Test zufolge auch für Berufspendler mit längeren Fahrstrecken weitgehend brauchbar. Es müssen allerdings Fahrzeuge mit einer Schnellladeeinrichtung oder Hybridfahrzeuge mit zusätzlichem Benzinmotor sein. Die Ruhr-Universität Bochum hat dazu 500 Pendler unterschiedliche Modelle auf ihre Praxistauglichkeit hin testen lassen.

Mehr als die Hälfte der Tester hätten nach dem Versuch Interesse an einem E-Auto gehabt, teilte die Uni am Freitag mit. Vielen sei die Anschaffung aber noch zu teuer. Gewünscht würden auch unterschiedliche Leistungsstärken der Akkus, je nach eigenem Bedarf. Wer regelmäßig 40 Kilometer am Tag fahre, brauche keinen Akku für 140 Kilometer. Das teuerste an E-Autos sind derzeit noch die Akkus.

Es habe auch noch andere Tadel gegeben. So hätten einige Tester das dünne Stromtanknetz, zugestellte Säulen, unterschiedliche Steckernormen und Abrechnungsmodelle beklagt. Dagegen habe kaum jemand Bedenken bei der Sicherheit beim Tanken gehabt.

Als Langstrecke wurden mehr als 100 Kilometer am Tag angesehen. Hybridfahrzeuge hätten damit keine Probleme. Bei reinen E-Autos, die im Test durchschnittlich 100 bis 110 Kilometer weit kamen, wurde häufiger nachgeladen. Dabei sei eine Schnelllade-Möglichkeit hilfreich, sagen Testbetreuer. Vor allem neuere Modelle verfügten über die Möglichkeit. Innerhalb von etwa 20 Minuten könne der Akku auf 80 Prozent Leistung geladen werden.

(dpa)