Brüssel: Belgien weitete Kameraüberwachung aus

Brüssel : Belgien weitete Kameraüberwachung aus

Die Kameraüberwachung auf den belgischen Straßen und Autobahnen wird ausgebaut. Künftig sollen bis zu 3000 Kameras die Nummernschilder von Autos automatisch erfassen und kontrollieren. Das teilte Innenminister Jan Jambon in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage in Brüssel mit.

Die Erkennung der Nummernschilder ist vor allem als Maßnahme im Kampf gegen den Terror gedacht. Man könne die Kameras aber auch dazu nutzen, die Geschwindigkeit von Autos zu kontrollieren, fügt Jambon hinzu. Neben den gut 1000 Kameras, die die Föderalpolizei bereits jetzt entlang der Autobahnen aufgestellt hat, könnten weitere 1000 bis 2000 dazukommen. Systeme zur Kennzeichenerfassung sind auch in den Niederlanden im Einsatz.

In Flandern werden bereits in bestimmten Abschnitten per Video Tempokontrollen vorgenommen und von der Polizei als Erfolg gewertet. So sei die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen dank der Abschnittskontrollen beispielsweise auf der E40 zwischen Erpe-Mere und Wetteren um 43 Prozent zurückgegangen. Rund 85 Prozent der Autofahrer würden sich dort jetzt an die Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde (km/h) halten, so die Bilanz des flämischen Verkehrszentrums. Zur Bekämpfung von Kriminalität und Terror können die gescannten Kennzeichen mit polizeilichen Datenbanken und Listen von gesuchten Fahrzeugen aus dem Schengen-Raum abgeglichen werden.

(nom)
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