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Anforderungen haben sich geändert: Bei Winterreifen reicht M+S nicht mehr

Anforderungen haben sich geändert : Bei Winterreifen reicht M+S nicht mehr

Käufer von Winterreifen sollten darauf achten, dass die Anforderungen an diese Pneus und ihre Kennzeichnung sich im vergangenen Jahr geändert haben.

Es reicht nicht mehr aus, wenn die Reifen mit einer M+S-Kennzeichnung versehen sind. „Bis zum 30. September 2024 gelten allerdings Reifen mit M+S Kennzeichnung als wintertauglich, wenn sie bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt worden sind“, beruhigt Philip Puls von TÜV Süd in München: „Mit dieser sehr langen Übergangsregelung können bereits gekaufte Reifen noch genutzt werden.“

Neue Winterpneus gelten nach der Gesetzreform nur noch dann als wintertauglich, wenn sie das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) auf der Flanke aufweisen. „Pneus mit dem Alpine-Symbol werden mit einem standardisierten Modell verglichen. Ebenso sind Prüfverfahren und Kriterien standardisiert und somit besser vergleichbar. Außerdem ist die Performance im Gegensatz zu den M+S Reifen höher“, erläutert Puls.

Der Bußgeldkatalog sieht für das Fahren auf winterlichen Straßen ohne die dafür vorgeschriebene Bereifung Strafen von 60 Euro und einen Punkt im Fahreignungsregister vor. Kommt es zu einer Behinderung, werden 80 Euro sowie ein Punkt fällig. Wer in einen Unfall verwickelt wird, muss sogar mit 120 Euro Bußgeld und einem Punkt rechnen, sofern die Reifen ursächlich der Grund sind. „Neu ist zudem, dass auch der Halter des Fahrzeugs jetzt belangt werden kann“, macht der TÜV Süd-Fachmann aufmerksam: „Nämlich dann, wenn er beispielsweise die Benutzung des Fahrzeugs bei winterlichen Straßenverhältnissen angeordnet oder zugelassen hat.“

(nom)