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Berlin: Bei Winterreifen auf die Schneeflocke achten

Berlin : Bei Winterreifen auf die Schneeflocke achten

Wenn die Bedingungen auf den Straßen es erfordern, müssen Autofahrer in Deutschland Winterreifen aufziehen. Die müssen entsprechend gekennzeichnet sein, wofür die Buchstabenkombination „M+S” für „Matsch und Schnee” grundsätzlich genügt, wie die Zeitschrift „test” berichtet (Ausgabe Oktober 2015).

Deutlich aussagekräftiger sei jedoch das Winterreifen-Symbol des US-amerikanischen Straßenamtes NHTSA. Es zeigt eine Schneeflocke in einem stilisierten Berg. Reifen mit dieser Kennzeichnung wurden laut „test” hinsichtlich ihrer Traktion auf Schnee geprüft, bei den M+S-Reifen gebe es immer wieder Exemplare im Handel, die nicht wintertauglich seien.

Wer beim Wechsel von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt Geld sparen will, dem empfehlen die Experten der Zeitschrift einen extra Satz Stahlfelgen für die Winterpneus. Ein kompletter Satz Stahlfelgen ist demnach schon für weniger als 200 Euro zu haben. Wer jeweils im Frühjahr und Herbst die Reifen auf die Felgen ziehen lässt, zahlt hingegen schnell rund 100 Euro. Ein zweiter Radsatz kann sich also schon nach einem Jahr oder zwei Reifenwechseln lohnen. Allerdings geben die Tester zu bedenken, dass nicht alle Autohersteller Stahlfelgen für alle Modelle zulassen.

Im Winter mit Sommerreifen weiterfahren sollte man auf keinen Fall. Zum Unfallrisiko können nämlich auch noch ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei kommen. Das droht zwar nicht, wenn Winterreifen im Sommer gefahren werden, doch wegen der weicheren Gummimischung, die für niedrige Temperaturen ausgelegt ist, kann sich auch hier der Bremsweg verlängern, und die Seitenführungskräfte sind niedriger, wodurch man schneller aus der Kurve rutschen kann.

(dpa)