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Autofahren im Herbst: Bei stürmischem Wetter runter vom Gas

Autofahren im Herbst : Bei stürmischem Wetter runter vom Gas

In den kommenden Wochen haben Stürme im Norden und Westen Deutschlands wieder Hochkonjunktur. Besonders gefährlich wird es, wenn diese Orkanstärke erreichen, wie Anfang des Jahres, als Orkan „Frederike“ mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 200 Kilometern pro Stunde (km/h) starke Schäden verursacht hat und mindestens sechs Menschenleben forderte.

Deshalb sollten Autofahrer, wenn ein Sturm oder sogar ein Orkan angekündigt wird, ihr Fahrzeug stehen zu lassen - denn dann besteht Lebensgefahr durch herabfallende Gegenstände, empfehlen Fachleute von TÜV Nord in Hannover. Herabfallende Äste und umstürzende Bäume könnten zu unvorhergesehenen und gefährlichen Hindernissen auf der Fahrbahn werden.

Allgemein gilt bei Sturm: Runter vom Gas. Falls das Fahrzeug von einer Böe erfasst wird, kann man bei niedrigem Tempo deutlich einfacher gegenlenken und das Fahrzeug wieder unter Kontrolle bringen. Besonders vorsichtig fahren heißt es auf exponierten Strecken und auf Brücken. Dort ist die Gefahr, von starken Böen erfasst zu werden, besonders groß ist.

„Meiden Sie waldreiche Strecken und Alleen, um die Gefahr, von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäume getroffen zu werden, zu minimieren“, raten die TÜV Nord-Fachleute zudem. Darüber hinaus sollte man den Verkehrsfunk einschalten, um auf dem aktuellen Stand zu sein, ob Straßen aufgrund von Sturmschäden gesperrt worden und welche Brücken noch befahrbar sind.

Beim Überholen von Lastwagen und Bussen ist ebenfalls besondere Vorsicht geboten. Wenn man aus dem Windschatten des überholten Fahrzeugs hervorkommt, wird der eigene Wagen wieder voll vom Seitenwind erfasst. „Halten Sie ausreichend Abstand ein. Falls das vorausfahrende Fahrzeug ins Schlingern gerät, haben Sie genug Zeit, um auszuweichen oder zu bremsen“, warnen die Fachleute.

Beim Ein- und Aussteigen empfiehlt es sich, die Fahrzeugtür fest im Griff zu halten, damit der Wind diese nicht aus der Hand reißt. Dasselbe gilt beim Öffnen der Heckklappe.

Parken sollte man bei windigen oder gar stürmischen Tagen nach Möglichkeit überdacht und nicht direkt an Hauswänden oder unter Bäumen, damit das Fahrzeug nicht von herunterfallenden Dachziegeln oder Ästen beschädigt wird. Dachaufbauten, wie Dachboxen oder Fahrradträger sollten demontiert werden, sie bieten dem Wind eine noch größere Angriffsfläche. Wer mit dem Wohnmobil, einem hohen Anhänger oder einem Kleintransporter unterwegs sind, muss einkalkulieren, dass diese Fahrzeuge noch anfälliger für Seitenwind sind.

(amv)