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München: Bei den Tempolimits ist Europa ein Fleckenteppich

München : Bei den Tempolimits ist Europa ein Fleckenteppich

Vor dem Antritt einer Reise ins Ausland sollten sich Autofahrer genau über die Tempolimits und die zahlreichen Besonderheiten des fremden Landes informieren. „Schon bei geringfügigen Überschreitungen drohen oftmals empfindliche Strafen“ , schildert Katrin Müllenbach-Schlimme vom ADAC in München ihre Erfahrungen.

Wie Verkehrssünden in anderen Ländern geahndet werden, hat der Autoclub auf seiner Website zusammengestellt (www.adac.de/infotestrat/rechtsberatung, Suchbegriff Juristisches Lexikon/Ausland). Über die jeweiligen Tempolimits informiert er ebenfalls (www.adac.de/laenderinfo, Suchbegriff: Verkehr/Tempolimits).

Aufpassen sollten Auto-Urlauber in Großbritannien, wo die Geschwindigkeit in Meilen angegeben wird. Auf Autobahnen sowie Schnellstraßen dürfen aufgrund der Umrechnung maximal 112 Kilometer pro Stunde (km/h) und auf Landstraßen 96 km/h gefahren werden. Auch Polen hat einige Sonderregelungen zu bieten. Hier darf auf zweispurigen Schnellstraßen höchstens mit 100 km/h, auf vierspurigen mit 120 km/h gefahren werden. Innerorts gilt prinzipiell wie in den meisten europäischen Ländern ein Limit von 50 km/h - außer nachts von 23 bis fünf Uhr. Dann heißt es maximal 60 km/h sind erlaubt.

In Schweden gibt es kein einheitliches Tempolimit. „Daher ist der ständige Blick auf die ausgeschilderten Geschwindigkeitsbegrenzungen besonders wichtig“ , empfiehlt die ADAC-Fachfrau. Wer die Geschwindigkeit etwa um 20 km/h überschreitet, muss in Norwegen beispielsweise ab 430 Euro zahlen. Teuer wird die Überschreitung auch in Italien (ab 170 Euro), in der Schweiz (ab 150 Euro) und in Großbritannien (ab 120 Euro). In Luxemburg, den Niederlanden und in Belgien gibt es beispielsweise ein Benutzungsverbot von Radarwarngeräten. In allen drei Ländern drohen Geldstrafen sowie der Einzug des Gerätes.

(amv)