München: Autoversicherungen: Ein Vergleich reicht nicht

München: Autoversicherungen: Ein Vergleich reicht nicht

Die meisten Autoversicherungen laufen bis zum Jahresende. Man kann also einiges Geld sparen, wenn man seinen Vertrag kündigt und am 1. Januar 2016 zu einem günstigeren Anbieter wechselt. Stichtag für die Kündigung ist spätestens der 30. November.

Allerdings warnt Thomas Achelis vom Autoclub KS in München vor übereiltem Handeln: „Wichtig ist, zu prüfen, welche Gesellschaft genau für mein Auto und meine Lebensumstände günstiger ist. Schließlich muss man das Gesamtpaket vergleichen, also mit Teil- oder Vollkaskoversicherung.“

Versicherungsvergleiche gibt es im Internet wie Sand am Meer. „Viele Verbraucher denken tatsächlich, dass es sich hierbei um vollkommen unabhängige und im Sinne des Verbraucher handelnde Portale handelt“, gibt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg zu bedenken. Doch dem ist nicht so, denn manche Portale finanzieren sich durch den Vertragsabschluss bei der jeweiligen Versicherung. Deshalb sind sie auch als Versicherungsmakler gemeldet.

„Daher lautet unser Rat, Verbraucher sollten die Vergleichsportale vergleichen“, rät Bianca Boss „Selten enthalten sie sämtliche Angebote im Markt“, schildert KS-Sprecher Achelis seine Erfahrungen und „einige bringen Gesellschaften nach vorne, mit denen sie eng verbunden sind.“ Die Liste der günstigen Versicherer wird nicht immer gleich sein. Nachteil der Vergleichsaktion ist, dass man persönliche Daten eingeben muss, ohne zu wissen, was später damit geschieht. Das ist ein Preis des Sparens.

Auch bieten nicht alle Versicherer den gleichen Schutz. Die meisten haben eine Europadeckung. Einzelne beschränken sich auf die EU. Auch die Rückstufung in der Rabattklasse nach einem verschuldeten Unfall wird nicht überall gleich gehandhabt. Deshalb rät der KS-Fachmann, sich vor dem Wechsel genau die Bedingungen anzusehen und zu klären, ob man - vielleicht im Urlaub - in Länder fährt, die nicht mitversichert sind.

(amv)