München: Autofahrer müssen 1,50 Meter Mindestabstand halten

München : Autofahrer müssen 1,50 Meter Mindestabstand halten

Mit den steigenden Temperaturen wird auch Radfahren wieder beliebter. Entsprechend steigt die Unfallgefahr, weil offensichtlich so mancher Autofahrer vergessen hat, wie er die Begegnung mit Zweiradlern möglichst gefahrlos zu bewältigen hat.

Nach Beobachtungen des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München, wissen anscheinend viele Autofahrer beispielsweise nicht, welchen Mindestabstand sie beim Vorbeifahren an einem Radfahrer einhalten müssen. „Die Straßenverkehrsordnung (StVO) schreibt in Paragraf (§) 5 ausreichenden Sicherheitsabstand vor“, erinnert KS-Sprecher Thomas Achelis: „Die Rechtsprechung geht dabei von mindestens 1,5 Meter aus.“

Ab 90 Kilometer pro Stunde (km/h) müssen es sogar zwei Meter Abstand sein. Das gilt laut Achelis ebenfalls für Lkw, sowie bei schlechten Straßenverhältnissen mit Schlaglöchern, bei starkem Wind sowie beim Überholen Rad fahrender Kinder oder wenn ein Kind auf dem Rad mitgenommen wird. Sollte es - zum Beispiel wegen Gegenverkehr - nicht möglich sein, diesen Abstand einzuhalten, muss der Autofahrer hinter dem Radfahrer bleiben.

„Selbst wenn es nicht zu einem Unfall kommt und niemand verletzt wurde, muss der Autofahrer, der den Abstand nicht einhält, mit einer Anzeige wegen Nötigung oder Gefährdung des Straßenverkehrs rechnen“, gibt der KS-Sprecher zu bedenken. Übrigens verstößt ein Überholer schon dann gegen die StVO, wenn er den Radfahrer erschreckt und damit zu einer Fehlreaktion veranlasst. „Fühlt sich der Radler bedroht oder wird er unsicher, ist der Abstand in jedem Fall zu gering“, schildert Achelis seine Erfahrungen.

(amv)