Heinsberg: Radeln für den guten Zweck

Heinsberg: Radeln für den guten Zweck

Rund 1900 Kilometer liegen vor ihnen, wenn sich Wolfgang und Claudia Hartung aus Heinsberg am morgigen Sonntag auf ihre Fahrräder schwingen und dann fünf Wochen lang gen Süden radeln.

Sie tun das nicht nur aus Spaß an ihrem Sport, sondern zugleich für einen guten Zweck. „Pilgerreise Herzkrankes Kind Aachen” haben sie ihr neues und ihr bisher größtes soziales Projekt überschrieben, das sie auf ihrer ersten Etappe über Linnich bis nach Euskirchen führt.

Sie stellen sich damit ehrenamtlich in den Dienst des gleichnamigen Vereins Herzkrankes Kind Aachen e.V., dem sie angehören.

Pilgern wollen sie mit ihren Drahteseln bis zum Petersplatz in Rom, um am 8. Juni an der Audienz des Papstes teilzunehmen und auch dort auf ihr Projekt aufmerksam zu machen. Damit wollen sie Spenden sammeln für ihren Verein, vor allem aber „die Menschen aufrütteln”, sagt Wolfgang Hartung und spricht damit direkt das Thema Organspende an. Er sei ein Befürworter der Widerspruchslösung, betont der 59-Jährige.

Anders als in der erweiterten Zustimmungslösung, die derzeit in Deutschland gelte, würde dabei ein Verstorbener jederzeit als Spender in Frage kommen, wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich einer Spende widersprochen habe.

Dass Wolfgang Hartung weiß, wovon er spricht, wird deutlich, wenn er von seinem Sohn Hans-Jörg erzählt, der herzkrank war und bis zu seinem Tod im Alter von nur 15 Jahren 15 Monate lang vergeblich auf einen Spender für eine Herz- und Lungentransplantation gewartet hatte.

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