Kreis Heinsberg: Qualitätssiegel für stationäre Pflegeeinrichtungen

Kreis Heinsberg: Qualitätssiegel für stationäre Pflegeeinrichtungen

Im Rahmen der 37. Gesundheitskonferenz konnte die allgemeine Vertreterin des Landrates, Liesel Machat, 18 stationären Pflegeeinrichtungen das „euPrevent Qualitätssiegel für stationäre Pflegeeinrichtungen“ überreichen. Diese haben sich seit April einem in der Euregio-Maas-Rhein und den anderen nördlich gelegenen Euregios vereinbarten Audit-Verfahren im Hinblick auf hygienische Qualitätsmerkmale unterzogen.

Für das Audit-Verfahren hatten sich in der ersten Phase 18 stationäre Alten- und Pflegeheime, das sind 40 Prozent der stationären Einrichtungen im Kreis Heinsberg, beworben. Durch eine Fachärztin des Gesundheitsamtes fand eine Begehung zur Durchführung des Prüfverfahrens vor Ort statt.

Dabei konnten Daten von rund 1300 Bewohnern anonymisiert erhoben werden und das Hygienemanagement der Einrichtung unter die Lupe genommen werden. Anhand von zehn Prüfkriterien erfolgte die umfassende Bewertung der Häuser. Dabei geht es um das Vorhandensein einer Hygienekommission, der Teilnahme an Qualitätsverbundveranstaltungen, die Beachtung verschiedener Standrichtlinien, Durchführung qualifizierter Schulungen für das Personal sowie eine zu einem festgelegten Stichtag erfolgte Erhebung von Antibiotikagaben und Katheterversorgung.

Es zeigte sich für den Kreis in den geprüften Einrichtungen ein höchst erfreuliches Ergebnis: Am Stichtag der Messung wurden auffällig wenig Antibiotika eingesetzt. Die meisten harninkontinenten Patientinnen und Patienten waren nicht mit einem Harnwegskatheter versorgt. Bei allen gelegten Harnwegskathetern lag die medizinische Indikation vor. Nur sehr wenige Bewohnerinnen und Bewohner waren mit einer künstlichen Ernährungssonde versorgt.

Liesel Machat dankte allen Einrichtungen für dieses ausgezeichnete Ergebnis und sprach ihre hohe Anerkennung aus.

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