Kreis Heinsberg: Qualifizierte Erste Hilfe ist notwendig

Kreis Heinsberg: Qualifizierte Erste Hilfe ist notwendig

Der DRK-Kreisverband Heinsberg hat jetzt sein neues Jahresprogramm für den Ausbildungsbereich „Erste Hilfe” vorgestellt.

„Während die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle bundesweit von 1997 bis 2005 von über 1,2 Millionen auf 801834 gesunken ist, nahm sie 2006 wieder zu.

Vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften wurden 833502 Arbeitsunfälle gezählt. Hinzu kamen dann noch 158769 Wegeunfälle. Somit verunglückten auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz fast eine Million Menschen.

Bei 2,3 Millionen Verkehrsunfällen kommen jährlich 4000 Menschen um, 20000 werden verletzt.” Mit diesen Angaben verdeutlichte Dr. Michael Vondenhoff, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Heinsberg, Zahlen und Tendenzen, die im Alltag unterzugehen drohen.

Stefan Tepütt, Ausbildungsleiter beim DRK-Kreisverband: „Bei Unfällen ist eine qualifizierte Erste Hilfe die Voraussetzung zur baldigen und vollkommenen Genesung der Verletzten. Der Gesetzgeber schreibt zwingend vor, dass Führerscheinbewerber einen Kurs Lebensrettende Sofortmaßnahmen besuchen müssen.

Die Berufsgenossenschaften finanzieren den Betrieben die Qualifizierung eines festgelegten Personalstammes zum Betrieblichen Ersthelfer.”

Wilfried Mercks, DRK-Kreisgeschäftsführer, ergänzte: „Zwei Drittel aller Unfälle geschehen jedoch im Freizeitbereich. Wüssten Sie, was zu tun ist, wenn im Garten, beim Sport oder bei einer Wanderung ein Unfall geschieht?”

Das DRK wolle die Bevölkerung ermutigen, sich mit dem Thema „Erste Hilfe am Unfallort” auseinanderzusetzen. Mercks: „Sie können nur einen Fehler machen: Keine Hilfe leisten.”

Das DRK biete daher regelmäßig und im gesamten Kreis - und dadurch wohnortnah und zeitlich gut zu organisieren - die entsprechenden Kurse an.

Das DRK warnt auch davor, sich auf dem einmal Gelernten auszuruhen. Wer zum Beispiel vor zehn Jahren die sogenannte stabile Seitenlage gelernt habe, werde sich wundern, wie einfach die notwendigen Griffe in der neuen Technik anzuwenden seien.

Mehr von Aachener Zeitung