Aachen: Projekt „Trifugee“: Schwimmen, laufen, spenden

Aachen : Projekt „Trifugee“: Schwimmen, laufen, spenden

Sich beim Triathlon verausgaben und gleichzeitig Geld für den guten Zweck sammeln: Das ist das Konzept von Jannis Quint und Florian Elsen (beide 30) aus Aachen. Die Aktion, die die beiden Ende 2016 gestartet haben, trägt den schönen Namen „Trifugee“ (was für Triathlon und Refugee steht).

Mit ihrer Aktion wollen sie Projekte fördern, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Angefangen hat es damit, dass Jannis zusammen mit seiner Freundin eine Patenschaft für einen jungen, unbegleiteten Flüchtling übernommen hat. Dann habe er sich gefragt, ob man nicht auch irgendwie anders helfen kann, sagt er. Da Florian und er beide hobbymäßig an Laufwettbewerben teilnehmen, war die Idee geboren, das Ganze mit dem Sport zu verbinden.

Da sie das Geld privat sammeln und spenden, haben sie eine Fundraising-Seite über „Betterplace“ eingerichtet. Online gegangen ist die Seite am 31. Dezember 2016. Mit dem bisherigen Ergebnis sind sie mehr als zufrieden. „Wir hätten nicht gedacht, dass da so schnell so viel Geld zusammenkommt“, sagt Jannis.

Das gesteckte Ziel waren 506 Euro. Der Betrag sollte für die Kilometer stehen, die sie dieses Jahr zusammengerechnet in Wettkämpfen laufen wollen (ein Euro pro Kilometer). Die Summe wurde aber schon in den ersten zwei Monaten übertroffen.

Gespendet wurden bisher je 200 Euro an den Verein „Aix-la-Sports“, der Schwimmunterricht für Flüchtlinge anbietet, und an „Ingenieure ohne Grenzen“, die Kurse für Flüchtlinge anbieten, um sie auf das Berufsleben vorzubereiten. Wichtig ist den beiden: „100 Prozent der Einnahmen werden gespendet!“

(lk)