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Nach Interview mit „AZ/AN”: Umstrittene Aussage bringt Ex-Kanzler Schröder auf ukrainische Liste der Staatsfeinde

Nach Interview mit „AZ/AN” : Umstrittene Aussage bringt Ex-Kanzler Schröder auf ukrainische Liste der Staatsfeinde

Der Name von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (74) ist auf einer Liste der „Staatsfeinde“ der Ukraine aufgetaucht. Die regierungsnahe Internetseite „Mirotworez“ (Friedensstifter) mit Verbindungen zum Innenministerium in Kiew zählt den SPD-Politiker damit zu den „Antiukrainern“.

„Wir verurteilen diese Liste in aller Deutlichkeit. Wir haben der ukrainischen Seite unsere Position schon in der Vergangenheit deutlich gemacht und wir haben darauf gedrungen, dass die ukrainische Regierung auf die Löschung dieser Webseite hinwirkt. Das werden wir auch jetzt tun“, erklärte in Berlin eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

Der frühere Kanzler geriet wohl auf die Liste, nachdem er am 7. November in einem Interview mit der „Aachener Zeitung“ und den „Aachener Nachrichten“ Verständnis für die russische Annexion 2014 der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim gezeigt hatte. Er verwies auch darauf, dass die Halbinsel 1954 vom sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow der Ukraine geschenkt wurde.Die Liste der „Staatsfeinde“ hat Tausende Einträge, darunter findet sich auch Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko.

(dpa/red)