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Washington: Trump und Mexikos Präsident Peña Nieto sprechen am Telefon

Washington : Trump und Mexikos Präsident Peña Nieto sprechen am Telefon

Nach dem Eklat um die Grenzmauer haben US-Präsident Donald Trump und sein mexikanischer Amtskollege Enrique Peña Nieto eine Stunde lang miteinander telefoniert.

Die beiden Staatschefs einigten sich darauf, das kontroverse Thema künftig nicht mehr öffentlich zu diskutieren, teilte das mexikanische Präsidialamt mit.

Grenze zwischen Mexiko und Kalifornien: Hier will Donald Trump noch einmal kräftig dazubauen.
Grenze zwischen Mexiko und Kalifornien: Hier will Donald Trump noch einmal kräftig dazubauen. Foto: Mike Nelson

„Wir hatten ein sehr gutes Gespräch”, sagte Trump in einer Pressekonferenz. „Wir arbeiten an einem fairen Verhältnis. Aber wir können nicht Millionen Jobs verlieren. Wir verhandeln unsere Handelsabkommen neu.”

Für die Umsetzung veranschlagen Experten Kosten in Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar.
Für die Umsetzung veranschlagen Experten Kosten in Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar. Foto: Gregory Bull

Am Vortag hatte sich das Verhältnis beider Staaten rapide verschlechtert. Grund war die Ankündigung Trumps, eine Mauer zu Mexiko zu bauen, für die das Land bezahlen soll. Peña Nieto sagte daraufhin eine für kommende Woche geplante Reise nach Washington und ein Treffen mit Trump ab.

Präsident Nieto hat eine klare Haltung: „Mexiko glaubt nicht an Mauern.”
Präsident Nieto hat eine klare Haltung: „Mexiko glaubt nicht an Mauern.” Foto: Marco Ugarte

Trump hatte Mexiko mit einer Importsteuer auf alle Produkte gedroht, um die Grenzmauer zu finanzieren. Wirtschaftsexperten warnten vor einer Abschottung der US-Wirtschaft. Importzölle würden letztlich auch den Vereinigten Staaten schaden.

US-Grenze in in Naco, Arizona: Mit einer Mauer will US-Präsident Donald Trump die illegale Einwanderung und den Drogenschmuggel stoppen.
US-Grenze in in Naco, Arizona: Mit einer Mauer will US-Präsident Donald Trump die illegale Einwanderung und den Drogenschmuggel stoppen. Foto: Will Seberger

Die Mauer ist ein zentrales Wahlkampfversprechen von Trump. Die Mauer an der knapp 3200 Kilometer langen Grenze könnte nach Schätzungen zwischen 25 und 40 Milliarden US-Dollar kosten. Trump will mit dem Bauwerk die illegalen Grenzübertritte und den Drogenschmuggel eindämmen. Mexiko ist gegen die Mauer und will nicht zahlen.

An der Grenze gibt es bereits über mehrere hundert Kilometer einen hohen Zaun.
An der Grenze gibt es bereits über mehrere hundert Kilometer einen hohen Zaun. Foto: Valerie Hamilton

Das Telefongespräch zwischen Trump und Peña Nieto sei konstruktiv und produktiv gewesen, hieß es aus dem mexikanischen Präsidialamt. Die Staatschefs hätten über das Außenhandelsdefizit der USA sowie den gemeinsamen Kampf gegen Drogen- und Waffenschmuggel gesprochen. Der Dialog über die strategische und wirtschaftliche Partnerschaft solle fortgesetzt werden.

Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko sind eng und ambivalent. Die beiden Länder trennt die verkehrsreichste Grenze der Welt. Fotro: Martha Alicia Reyes
Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko sind eng und ambivalent. Die beiden Länder trennt die verkehrsreichste Grenze der Welt. Fotro: Martha Alicia Reyes Foto: Martha Alicia Reyes
(dpa)