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Pflicht nicht vernachlässigen: SPD und Grüne ermahnen Laschet

Pflicht nicht vernachlässigen : SPD und Grüne ermahnen Laschet

SPD und Grüne haben nach der Wahl von Armin Laschet zum CDU-Chef am Samstag an den Ministerpräsidenten appelliert, Nordrhein-Westfalen jetzt nicht zu vernachlässigen.

„Einen Teilzeit-Ministerpräsidenten hat das Land nicht verdient und können wir uns in dieser Zeit auch nicht leisten“, mahnte der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty (SPD).

Auch SPD-Landeschef Sebastian Hartmann forderte: „Die Interessen der Menschen in Nordrhein-Westfalen und die Bekämpfung der Pandemie müssen absolute Priorität haben.“ Laschet übernehme mit dem CDU-Bundesvorsitz „ein entscheidendes Amt in einer Umbruchphase für die Volksparteien“, stellte der SPD-Politiker fest. Gleichzeitig beschere die Corona-Pandemie dem Land die schwerste Herausforderung seit vielen Jahrzehnten. „Zeitgleich muss Armin Laschet um seine Kanzlerkandidatur kämpfen.“

Die Grünen in NRW unterstrichen ebenfalls in einer Mitteilung, nachdem der CDU-Wahlkampf nun zu Ende sei, müsse Laschet sich endlich wieder den Herausforderungen in NRW und den Sorgen und Nöten der 18 Millionen Einwohner widmen. „Neben der Pandemiebekämpfung sind das die Klimakrise, der klimaneutrale Umbau unserer Wirtschaft und die Herstellung von Bildungsgerechtigkeit“, betonten die Spitzen der Landespartei und der Landtagsfraktion.

Die Jusos und die Grüne Jugend NRW gingen hart mit Laschets Leistungsbilanz ins Gericht. Sie sehen in seiner Wahl keine Impulse für Deutschland. „Die CDU-Delegierten haben sich entschieden, das Corona- und Regierungschaos aus NRW auf Bundesebene zu importieren“, kommentierte der Landesvorsitzende der Jusos, Konstantin Achinger, Laschets Wahl. „Nicht nur die Umfragewerte zeigen, dass eine Mehrzahl der Menschen Armin Laschet als vollkommen ungeeigneten Kanzlerkandidaten ansieht.“

Die Sprecherin der Grünen Jugend NRW, Nicola Dichant, meinte: „Mit Armin Laschet haben sich die Delegierten für den schlechtesten Krisenmanager bei der Klima- und der Coronakrise entschieden.“

(dpa)