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Den Haag: Schwere Verluste für niederländische Koalition bei Wahl in Provinzen

Den Haag : Schwere Verluste für niederländische Koalition bei Wahl in Provinzen

Die große Koalition der Niederlande hat bei den Wahlen in den Provinzen schwere Verluste erlitten. Sozialdemokraten und Rechtsliberale büßten nach den ersten Prognosen des niederländischen Fernsehens vom Mittwochabend rund ein Drittel der Mandate in der Ersten Kammer des Parlaments ein und werden dort auch mit den Sitzen ihrer bisherigen Bündnispartner keine Mehrheit mehr haben.

Die Erste Kammer, dem deutschen Bundesrat vergleichbar, wird im Mai von den neuen Provinzabgeordneten bestimmt. Auch in den Parlamenten der zwölf Provinzen verloren die Regierungsparteien schwer.

Überraschend deutliche Verluste von rund 1,5 Prozentpunkten erlitt die Partei für die Freiheit des Rechtspopulisten Geert Wilders. Für ihn war es die vierte Wahlschlappe in Folge.

Dramatisch schlecht schnitt die sozialdemokratische Partei für die Arbeit ab. Sie büßt nach den Prognosen auf der Basis von Wählerbefragungen fast die Hälfte der Mandate ein. Die rechtsliberale VVD von Ministerpräsident Mark Rutte verlor rund ein Viertel der Sitze.

Großer Gewinner ist die linksliberale D66, die nach den Prognosen ihr Ergebnis von 2011 verdoppeln konnte. Stimmengewinne verzeichneten auch die Christdemokraten und die Sozialisten.

Die Wahlbeteiligung war mit 49 Prozent deutlich niedriger als vor vier Jahren. Die Niederländer wählten gleichzeitig auch die Räte der sogenannten „Waterschappen”, die für den Wasserschutz zuständig sind. Die Ergebnisse werden erst später veröffentlicht.

(dpa)