1. Politik

Wintersemester 2022/2023: Rund drei von zehn Studienplätzen in NRW mit NC belegt

Wintersemester 2022/2023 : Rund drei von zehn Studienplätzen in NRW mit NC belegt

Im kommenden Wintersemester sind drei von zehn Studiengänge in NRW Numerus-Clausus-Studiengänge. Damit liegt das Bundesland deutlich unter dem Bundesschnitt.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind im Wintersemester 2022/2023 rund drei von zehn Studienplätzen mit einer Zulassungsbeschränkung versehen. Damit liegt NRW nach einer Studie des Centrums für Hochschulentwicklung in Gütersloh (CHE) beim sogenannten Numerus Clausus (NC) deutlich unter dem bundesweiten Schnitt und im Ländervergleich auf Platz 10.

Bundesweit sinkt der Durchschnitt ab Herbst im Vorjahresvergleich geringfügig von 40,1 auf 39,7 Prozent. In NRW geht der Anteil der Studienangebote mit NC von 31,3 auf 30,9 Prozent zurück. An der Spitze steht Hamburg mit einer Quote von 64,8 Prozent.

Die Autoren der Studie des CHE, einer gemeinsamen Tochter von Bertelsmann-Stiftung und Hochschulrektorenkonferenz (HRK), weisen auf große regionale Unterschiede hin. So ist in der größten NRW-Stadt Köln mehr als jeder zweite Studienplatz (53 Prozent) mit einem NC belegt, während in Paderborn die Quote nur bei 8 Prozent liegt.

Der Anteil der NC-Fächer ist in NRW bei den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften mit 40,8 Prozent am höchsten. Dann kommen Mathematik und Naturwissenschaften (32,7), gefolgt von Sprach- und Kulturwissenschaften (24,3) und den Ingenieurwissenschaften (19,7).

Damit weichen diese Zahlen erheblich von den bundesweiten Daten ab: Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften (48,6), Mathematik und Naturwissenschaften (36,4), Ingenieur- (33,1) sowie Sprach- und Kulturwissenschaften (26,0).

Bei einem Studienfach mit Zulassungsbeschränkung legt die Hochschule eine Höchstzahl an aufzunehmenden Studierenden (Numerus Clausus, Lateinisch für geschlossene Zahl) fest. Schulabgänger müssen sich in der Folge um einen Platz bewerben. Ausgewählt wird dann anhand von Noten, Testergebnissen oder auch Berufserfahrung.

(dpa)