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Düsseldorf: Laschet: Pegida nicht überbewerten

Düsseldorf : Laschet: Pegida nicht überbewerten

Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Armin Laschet hält es für unnötig, der islamkritischen Pegida zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. In nordrhein-westfälischen Städten habe sie bislang nur wenige Hundert Demonstranten mobilisiert, sagte Laschet am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Angesichts von 18 Millionen Einwohnern sei das keine Massenbewegung. „Das ist kein nordrhein-westfälisches Problem”, stellte der Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag fest. „Darum muss man keinen so großen Hype machen.” Am Montagabend wollten Anhänger der Pegida-Bewegung erneut in Köln demonstrieren.

Eine größere außerparlamentarische Opposition am rechten Rand sehe er mit Pegida nicht kommen, sagte Laschet. Man dürfe aber auch nicht leichtfertig alle, die etwa in Dresden zu Tausenden auf die Straße gingen, als „Nazis in Nadelstreifen” abstempeln, kritisierte er mit Blick auf eine frühere Äußerung des NRW-Innenministers Ralf Jäger (SPD). Es sei schwierig, aus der Ferne zu erklären, womit diese Menschen unzufrieden seien. Prinzipiell müsse die Politik jedem zuhören und Sorgen ernst nehmen.

„Das christliche Abendland war immer ein Werte-Abendland, ein europäisches Abendland, es war nie ein nationales”, unterstrich Laschet. „Schwarz-rot-goldene Kreuze durch die Stadt zu tragen ist fast gotteslästerlich, weil das Kreuz kein nationales Symbol ist, sondern ein weltumfassendes. Insofern ist es nur konsequent, wenn der Kölner Dom sagt: „Dann machen wir das Licht aus”.”

(dpa)