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Düsseldorf/Hamburg: Justiz in NRW ist deutlich unterbesetzt

Düsseldorf/Hamburg : Justiz in NRW ist deutlich unterbesetzt

An deutschen Gerichten herrscht nach einem „Spiegel“-Bericht Mangel an Staatsanwälten und Richtern. Das gehe aus einer internen Statistik der Bundesländer hervor, berichtet das Nachrichtenmagazin. Unterbesetzt seien vor allem die Gerichte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern und Hessen.

Das NRW-Justizministerium dementierte allerdings die vom „Spiegel“ genannten Zahlen für das Land. Nach einer Aufstellung des Ressorts gab es im vergangenen Jahr 4 Prozent weniger Richter als rechnerisch benötigt und gut 6 Prozent weniger Staatsanwälte. Der „Spiegel“ hatte dagegen unter Berufung auf die Liste von einer Unterschreitung um 13 beziehungsweise 16 Prozent berichtet.

In einer noch unveröffentlichten Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die dem Magazin ebenfalls vorliegt, klagten 72 Prozent der Richter und Staatsanwälte, dass sich die Bedingungen für eine gute Rechtsprechung in den letzten Jahren verschlechtert hätten. Vier von fünf Staatsanwälten erklärten, sie hätten nicht genug Zeit für die Bearbeitung ihrer Fälle.

(dpa)