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Große Fortschritte innerhalb der EU: Impferfolg nährt Hoffnung auf Öffnung

Große Fortschritte innerhalb der EU : Impferfolg nährt Hoffnung auf Öffnung

Die Impfkampagne nimmt weiter Fahrt auf, auch innerhalb der Europäischen Union. Beim Gipfel stimmen sich die Staats- und Regierungschefs über mögliche Öffnungsschritte ab.

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne sind in Deutschland mehr als 45 Millionen Dosen verabreicht worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) (Stand: 10.05 Uhr) wurden am Montag 287.574 Menschen immunisiert, 158.451 davon bekamen nun ihren vollen Impfschutz.

Der Feiertag hatte die Zahl der Impfungen damit im Vergleich zur Vorwoche deutlich gedrückt, sieben Tage zuvor wurden mit 543.637 weitaus mehr Impfdosen verabreicht.

Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 40,4 Prozent (33,6 Millionen) der Bevölkerung mindestens einmal und 14,3 Prozent (11,9 Millionen) vollständig geimpft. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Rasche Fortschritte bei Corona-Impfungen nähren unterdessen auch innerhalb der EU die Hoffnung auf weitere baldige Lockerungen und unbeschwertes Reisen. Bis Ende Mai sollen 170 Millionen Europäer zumindest einmal geimpft sein - knapp die Hälfte der Erwachsenen in der Europäischen Union, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag beim EU-Gipfel in Brüssel berichtete. Die Impfstoffmenge soll innerhalb der nächsten Wochen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten weiter kräftig zunehmen.

Von der Leyen präsentierte den Staats- und Regierungschefs die jüngsten Zahlen zur Impfkampagne. Bis 30. Mai würden in der EU etwa 300 Millionen Dosen Corona-Impfstoff ausgeliefert und davon 245 Millionen Dosen verabreicht sein, teilte die Kommissionschefin dann auch auf Twitter mit.

Im zweiten Quartal von April bis Juni sollen insgesamt 413 Millionen Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson in der EU ankommen, im dritten Quartal von Juli bis Ende September sogar 529 Millionen Dosen. Von der Leyen bekräftigte das Ziel ausgegeben, bis Ende Juli mindestens 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zumindest einmal gegen Covid-19 zu impfen.

Im Entwurf der Gipfelerklärung hieß es, angesichts der Impferfolge würden nun schrittweise Öffnungen wieder möglich. Dennoch sei wegen der Virusvarianten Wachsamkeit gefordert. Die 27 Staaten geloben laut Entwurf erneut ein koordiniertes Vorgehen und begrüßen die Einigung auf ein digitales Covid-Zertifikat als Nachweis für Impfungen, Tests oder eine überstandene Infektion. Gefordert sei nun eine rasche Änderung der Reiseempfehlungen innerhalb der EU. Für die Erklärung zeichne sich breite Unterstützung ab, hieß es aus EU-Kreisen.

Die EU-Staaten wollen unterdessen bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an ärmere Länder spenden. Dies geht aus einem Beschluss des Gipfels hervor. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten fühlten sich verpflichtet, das Teilen von Impfstoff mit bedürftigen Staaten zu beschleunigen. Auch solle der Aufbau örtlicher Impfstofffabriken unterstützt werden.

(dpa)