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Kita-Notbetreuung für erwerbstätige Alleinerziehende ab 27. April

Ab 27. April : Kita-Notbetreuung für erwerbstätige Alleinerziehende

Die Notbetreuung in den Kitas und in der Kindertagespflege von Nordrhein-Westfalen sollen erwerbstätige Alleinerziehende aller Berufsgruppen ab dem 27. April in Anspruch nehmen können.

Landes-Familienminister Joachim Stamp (FDP) kündigte nach einer Schaltkonferenz mit seinen Amtskollegen in Bund und Ländern am Freitag in Düsseldorf wegen des Coronavirus an, in Nordrhein-Westfalen werde die Notbetreuung bei der Kindertagesbetreuung zu diesem Datum zusätzlich für erwerbstätige Alleinerziehende vorbereitet.

„Dies ist mir ein großes Anliegen, ich hätte mir eine bundeseinheitliche Regelung gewünscht. Wir werden in Nordrhein-Westfalen die erwerbstätigen Alleinerziehenden, die in der aktuellen Situation besondere Herausforderungen zu meistern haben, unterstützen und entlasten“, sagte der Minister.

Die Notbetreuung in NRW gilt bisher nur für Kinder, deren Eltern in der sogenannten kritischen Infrastruktur tätig sind. Bislang zählen Berufstätige aus zehn Sektoren zum Kreis der Berechtigten, die zentrale Bereiche wie etwa das Gesundheitswesen, die Energie-, Wasser- und Lebensmittelversorgung oder die öffentliche Verwaltung aufrecht erhalten. Die Notbetreuung wird bereits ab dem 23. April 2020 um einige weitere Berufsgruppen moderat erweitert.

Die Jugend- und Familienministerkonferenz habe beschlossen, unter Leitung von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ein Konzept zu erarbeiten, unter welchen Kriterien weitere Schritte der Öffnung der Kindertagesbetreuung möglich sind. Empfehlungen sollen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten rechtzeitig vor der nächsten gemeinsamen Beratung am 30. April vorliegen. „Wir haben eine große Verantwortung dafür, jedem Kind so schnell wie möglich und verantwortbar wieder frühkindliche Bildung zu ermöglichen.“

(dpa)