Erkelenz-Lövenich: Pilgerstaffel macht Station in Lövenich

Erkelenz-Lövenich: Pilgerstaffel macht Station in Lövenich

Unter dem Titel „Europe Compostella 2010” plant der Verband der französischen Jakobusvereinigungen, das erfolgreiche „Staffelpilgern” vom Hl. Jahr 2004 zu wiederholen und forderte auch die Pilgerorganisationen der anderen europäischen Länder zur Teilnahme auf.

An der Aktion beteiligt sich auch die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft, die möglichst viele Menschen bewegen möchte, auf deutschen Pilgerwegen einen Pilgerstab zu tragen.

Der Heimatverein der Erkelenzer Lande hatte es übernommen, den Pilgerstab von Alt-Kaster (in der Nähe wurde auf Schloss Harff Ritter und Pilger Arnold von Harff 1471 geboren) nach Erkelenz-Lövenich (hier lebte er bis 1505 und fand in der Pfarrkirche seine letzte Ruhe) zu tragen.

36 Pilger, angeführt vom Wanderführer Willi Pflipsen, folgten bei hochsommerlichen Temperaturen dem 25 Kilometer langen Jakobsweg bis nach Lövenich. Hier wurden sie nach der ersten Etappe sogleich mit Erfrischungen empfangen, in die kühle Krypta geführt und von Pfarrer Franz Josef Semrau empfangen. Bürgermeister Peter Jansen bezeichnete die Pilger der langen Pilgerstaffel als Brückenbauer einer europäischen Gemeinschaft.

Günther Merkens, der Vorsitzende des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, bedankte sich nach der Andacht, die das Trio Theo Schläger (Keyboard), Vera Vieten (Querflöte) und Jürgen Vieten (Trompete) musikalisch gestaltete, beim Wanderführer Willi Pflipsen, bei Hildegard Frohn, Präsidiumsmitglied der Deutschen St. Jakobusgesellschaft, und bei der Pilgerschar, die tapfer durchgehalten habe.

Dass gerade in Lövenich Station gemacht wurde habe einen besonderen Grund, erklärte Merkens. Damit wolle der Heimatverein den Ritter und Pilger Arnold von Harff mehr in das Bewusstsein der Erkelenzer Bevölkerung rücken.

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